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Was fressen Stinkwanzen? Der komplette Speiseplan (Pflanzen & Insekten)
April 17, 2026 Patricia Titz

Was fressen Stinkwanzen? Der komplette Speiseplan (Pflanzen & Insekten)

Wer im Spätsommer oder Herbst eine Stinkwanze im Garten oder gar in der eigenen Wohnung entdeckt, stellt sich unweigerlich die Frage: Was fressen Stinkwanzen eigentlich? Suchen sie in unseren Häusern nach Nahrung? Fressen sie unsere Kleidung oder Vorräte an? Die kurze Antwort vorweg: In Innenräumen fressen sie gar nichts, da sie sich dort lediglich in der Winterruhe befinden. Draußen in der Natur sieht der Speiseplan jedoch völlig anders aus – und er ist weitaus komplexer, als die meisten Gartenbesitzer vermuten.

Die Familie der Baumwanzen (Pentatomidae), zu der die umgangssprachlich genannten "Stinkwanzen" gehören, teilt sich hinsichtlich ihrer Ernährung in zwei völlig unterschiedliche Lager: Die große Mehrheit sind Pflanzensauger (Phytophagen), die erhebliche landwirtschaftliche Schäden anrichten können. Eine kleinere, aber ökologisch enorm wichtige Gruppe sind jedoch räuberische Stinkwanzen, die als Nützlinge aktiv Jagd auf andere Insekten machen [1, 3]. Um zu verstehen, warum bestimmte Pflanzen im Garten verkümmern oder warum manche Wanzenarten sogar gezielt zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden, müssen wir einen detaillierten Blick auf die Ernährungsgewohnheiten dieser faszinierenden Insekten werfen.

Das Wichtigste auf einen Blick: Was fressen Stinkwanzen?

  • Pflanzensauger (die Mehrheit): Arten wie die Marmorierte Baumwanze oder die Grüne Reiswanze ernähren sich vom Pflanzensaft aus Blättern, Stängeln, Blüten und vor allem reifenden Früchten und Samen.
  • Enormes Wirtsspektrum: Invasive Arten befallen über 200 verschiedene Pflanzenarten, darunter Äpfel, Birnen, Tomaten, Paprika, Mais, Soja und Ziergehölze.
  • Räuberische Arten (Nützlinge): Bestimmte Stinkwanzen (z. B. die Zweizähnige Dornwanze) fressen keine Pflanzen, sondern saugen Raupen, Käferlarven und andere Schädlinge aus.
  • Die Fresswerkzeuge: Stinkwanzen beißen oder kauen nicht. Sie besitzen einen Stechrüssel (Rostrum), mit dem sie Gewebe anstechen, Verdauungsenzyme injizieren und die verflüssigte Nahrung aufsaugen.
  • Keine Gefahr im Haus: In Gebäuden nehmen Stinkwanzen keine Nahrung auf. Sie fressen weder Holz, noch Textilien oder menschliche Vorräte.
Darstellung der extraoralen Verdauung einer Stinkwanze.
Darstellung der extraoralen Verdauung einer Stinkwanze.

Die Anatomie des Fressens: Wie nehmen Stinkwanzen Nahrung auf?

Um zu verstehen, was Stinkwanzen fressen, muss man zunächst begreifen, wie sie fressen. Im Gegensatz zu Käfern oder Raupen besitzen Stinkwanzen keine kauenden Mundwerkzeuge (Mandibeln). Sie können keine Stücke aus einem Blatt oder einer Frucht herausbeißen. Stattdessen gehören sie zur Ordnung der Schnabelkerfe (Hemiptera) und sind mit einem hochspezialisierten Stech- und Saugrüssel (Rostrum) ausgestattet [4].

Dieser Rüssel liegt in Ruhestellung flach an die Körperunterseite geklappt zwischen den Beinen. Wenn die Wanze fressen möchte, klappt sie den Rüssel nach vorne. Der Fressvorgang läuft in mehreren hochkomplexen Schritten ab:

  1. Anstechen: Die Wanze treibt ihre nadelfeinen Stechborsten (Stilette) tief in das pflanzliche Gewebe (oder in den Körper eines Beutetiers).
  2. Injektion von Speichel: Durch einen speziellen Speichelkanal pumpt die Wanze Verdauungssäfte in die Nahrungsquelle. Bei pflanzenfressenden Wanzen enthalten diese Enzyme Proteine, die das Zellgewebe der Pflanze auflösen und verflüssigen [2, 4].
  3. Aufsaugen: Durch einen zweiten Kanal im Rüssel, den Nahrungskanal, saugt die Wanze den nun flüssigen, nährstoffreichen Brei (Pflanzensaft oder Insekten-Hämolymphe) wie durch einen Strohhalm auf [3].

Wissenschaftlicher Fakt: Extraorale Verdauung

Dieser Prozess wird als extraorale Verdauung (Verdauung außerhalb des Körpers) bezeichnet. Genau dieser enzymatische Speichel ist es, der bei Obst und Gemüse zu den typischen, unansehnlichen Schadbildern wie Nekrosen (abgestorbenem Gewebe) oder korkartigen Stellen führt [4].

Pflanzenfressende Stinkwanzen: Ein Menü aus über 200 Arten

Die überwiegende Mehrheit der bei uns vorkommenden Baumwanzen ist phytophag, also pflanzenfressend. Während einige heimische Arten auf bestimmte Pflanzenfamilien spezialisiert sind, zeichnen sich vor allem die neu eingeschleppten, invasiven Arten durch eine extreme Polyphagie aus. Das bedeutet, sie sind absolute Allesfresser im Pflanzenreich. Die Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys) und die Grüne Reiswanze (Nezara viridula) nutzen jeweils weit über 100 bis 200 verschiedene Pflanzenarten als Nahrungsquelle [1, 2].

1. Obst und Beeren (Die Leibspeise)

Stinkwanzen haben eine starke Präferenz für Pflanzenstrukturen, die sich in der Entwicklung befinden, insbesondere reifende Samen und Früchte. Diese Pflanzenteile sind besonders reich an Nährstoffen. Zu den bevorzugten Obstsorten gehören:

  • Rosengewächse (Rosaceae): Äpfel, Birnen, Kirschen, Pfirsiche und Nektarinen stehen ganz oben auf dem Speiseplan [2, 4].
  • Strauchbeeren: Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren werden massiv besaugt [1].
  • Weinbau: Auch Weintrauben werden angestochen. Dies führt nicht nur zu direkten Schäden an der Beere, sondern kann bei der Weinlese problematisch werden. Wenn Stinkwanzen mit den Trauben gekeltert werden, geben sie Stresssekrete ab, die den Geschmack des Weins (sogenannter "Wanzen-Fehlton") ruinieren [6].
  • Nüsse: Haselnüsse und Mandeln werden ebenfalls nicht verschont. In Georgien hat die Marmorierte Baumwanze beispielsweise zeitweise ein Drittel der gesamten Haselnussernte durch ihre Saugtätigkeit vernichtet [10].

2. Gemüse und landwirtschaftliche Kulturen

Im Gemüsegarten und auf dem Acker sind Stinkwanzen nicht weniger wählerisch. Sie befallen vor allem Fruchtgemüse und Hülsenfrüchte, da hier die Nährstoffdichte in den Schoten und Früchten am höchsten ist:

  • Nachtschattengewächse: Tomaten, Paprika und Auberginen sind extrem gefährdet. Bei Tomaten führt der enzymatische Speichel zu schwammigen, weißen Flecken unter der Schale (Cloudy Spot) [3].
  • Hülsenfrüchte (Leguminosen): Bohnen, Erbsen und Sojabohnen. Die Wanzen stechen direkt durch die Hülse in den sich entwickelnden Samen, was zu verkümmerten, platten Bohnen führt [3].
  • Ackerbau: Mais (hier wird oft direkt durch die Lieschblätter in die Maiskörner gesaugt) und Kartoffeln [1, 4].

3. Zierpflanzen, Sträucher und Bäume

Wenn weder Obst noch Gemüse zur Verfügung stehen, oder im zeitigen Frühjahr, wenn die landwirtschaftlichen Kulturen noch nicht so weit sind, weichen Stinkwanzen auf Zierpflanzen und Waldbäume aus. Sie saugen dann an Blättern, jungen Trieben oder sogar durch die Rinde von Bäumen [4]. Beliebte Wirte sind:

  • Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa) und Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) [2].
  • Sommerflieder (Buddleja), Hibiskus, Sonnenblumen und Flieder [1].
  • Ahorn und Esche [4].
Vergleich von pflanzenfressenden und räuberischen Stinkwanzen.
Vergleich von pflanzenfressenden und räuberischen Stinkwanzen.

Die Spezialisten: Was fressen heimische vs. invasive Arten?

Obwohl viele Stinkwanzen polyphag sind, gibt es feine Unterschiede im Fressverhalten der verschiedenen Arten, die bei uns anzutreffen sind.

Die Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys)

Dieser aus Asien stammende Schädling ist der ultimative Generalist. Es gibt kaum eine Pflanze, die sie verschmäht. Sie ist bekannt dafür, im Laufe der Saison zwischen verschiedenen Wirtspflanzen zu wechseln. Im Frühjahr saugt sie an Bäumen und Ziersträuchern, im Sommer wechselt sie in Obstplantagen (Pfirsich, Apfel) und im Spätsommer fällt sie über Gemüsefelder (Mais, Soja, Tomaten) her [4].

Die Grüne Reiswanze (Nezara viridula)

Ebenfalls invasiv (ursprünglich aus Ostafrika), hat sie einen ähnlich breiten Speiseplan wie die Marmorierte Baumwanze, zeigt aber eine noch stärkere Vorliebe für krautige, einjährige Pflanzen zur Zeit der Frucht- und Samenbildung. Sie ist der Hauptfeind von Hülsenfrüchten (Soja, Bohnen) sowie von Paprika und Tomaten im Gewächshaus und Freiland [1, 7].

Die Grüne Stinkwanze (Palomena prasina)

Unsere heimische Grüne Stinkwanze ernährt sich ebenfalls polyphag von verschiedenen Laubgehölzen (Linde, Erle, Hasel) und krautigen Pflanzen. In der Landwirtschaft tritt sie meist nur als Gelegenheitsschädling auf, kann aber im Kernobstbau (Äpfel) durch ihre Saugtätigkeit an reifenden Früchten ebenfalls Schäden in Form von kraterförmigen Eindellungen verursachen [5].

Räuberische Stinkwanzen: Die nützlichen Jäger im Garten

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass alle Stinkwanzen Pflanzenschädlinge sind. Eine spezielle Unterfamilie der Baumwanzen, die Amyotinae (Asopinae), hat im Laufe der Evolution die Seiten gewechselt. Sie haben sich von Pflanzenfressern zu aggressiven Raubinsekten entwickelt [7]. Ihr Stechrüssel ist im Vergleich zu den pflanzenfressenden Verwandten deutlich dicker und kräftiger ausgebildet – eine perfekte Waffe, um Beutetiere zu durchbohren.

Was steht auf dem Speiseplan der Jäger?

Räuberische Stinkwanzen sind extrem wertvolle Nützlinge für Landwirte und Gärtner. Sie ernähren sich von über 200 verschiedenen Insektenarten, wobei sie weichhäutige Beute bevorzugen. Zu ihrer Hauptnahrung gehören [3, 7]:

  • Raupen: Larven des Kohlweißlings, des Maiszünslers, der Kohleule und verschiedener Spanner-Arten.
  • Käferlarven: Sie sind einer der wenigen natürlichen Feinde, die aktiv die Larven des Kartoffelkäfers (Colorado potato beetle) und des Mexikanischen Bohnenkäfers jagen und aussaugen [3].
  • Blattkäfer und andere Schädlinge: Gelegentlich saugen sie auch an Eigelegen anderer Insekten oder an wehrlosen Puppen.

Bekannte räuberische Arten

  • Zweizähnige Dornwanze (Picromerus bidens): Eine in Europa heimische Art, erkennbar an den spitzen Dornen an den "Schultern" (Halsschild). Sie jagt aktiv in Sträuchern und auf Wiesen nach Schmetterlingsraupen und Blattkäferlarven [7].
  • Waldwächter (Arma custos): Eine weitere heimische Raubwanze, die vor allem in Laubwäldern und an Waldrändern Jagd auf Insekten macht [7].
  • Spined Soldier Bug (Podisus maculiventris): In Nordamerika ist diese räuberische Stinkwanze so effektiv, dass sie kommerziell gezüchtet und zur biologischen Schädlingsbekämpfung in Kartoffel- und Bohnenfeldern freigesetzt wird. Eine einzige erwachsene Wanze kann im Laufe einer Saison fast 100 Raupen vertilgen [3].

Tipp für Gärtner: Nützling oder Schädling?

Bevor Sie eine braune Stinkwanze in Ihrem Garten bekämpfen, schauen Sie genau hin! Räuberische Arten wie die Zweizähnige Dornwanze haben oft sehr spitz zulaufende, dornenartige Schultern, die nach außen (nicht nach vorne) zeigen. Wenn Sie eine Wanze beobachten, die eine Raupe aufgespießt hat, lassen Sie sie unbedingt am Leben – sie erledigt gerade die Schädlingsbekämpfung für Sie!

Nymphen vs. Adulte Tiere: Ändert sich das Fressverhalten?

Stinkwanzen durchlaufen eine unvollständige Verwandlung (Hemimetabolie). Aus dem Ei schlüpft eine Nymphe, die dem erwachsenen Tier bereits ähnelt, aber noch keine voll ausgebildeten Flügel besitzt. Sie häutet sich fünfmal, bevor sie erwachsen (adult) ist. Das Fressverhalten ändert sich in diesen Phasen drastisch [3, 4]:

  • 1. Nymphenstadium: Frisch geschlüpfte Stinkwanzen fressen gar nicht. Sie verbleiben in einer engen Gruppe (Aggregation) rund um die leeren Eihüllen und nehmen lediglich Feuchtigkeit auf oder zehren von Dotterresten [3].
  • 2. bis 5. Nymphenstadium: Ab der ersten Häutung beginnen die Nymphen zu fressen. Jüngere Nymphen bevorzugen oft weichere, vegetative Pflanzenteile (Blätter, junge Stängel), da ihr Stechrüssel noch nicht kräftig genug ist, um harte Fruchtschalen zu durchdringen [5].
  • Adulte Wanzen: Die ausgewachsenen Tiere haben den höchsten Energiebedarf (für Flug und Fortpflanzung) und fokussieren sich primär auf die nahrhaftesten Pflanzenteile: reifende Früchte, Schoten und Samen [5].

Schadbilder erkennen: Wenn die Stinkwanze gefressen hat

Da Stinkwanzen keine Löcher in Blätter fressen, ist ihr Schaden oft nicht sofort sichtbar. Die Folgen der extraoralen Verdauung zeigen sich meist erst Tage oder Wochen später, wenn die Frucht wächst [2, 4]:

  • Verformungen (Cat-facing): Wenn Wanzen sehr junge Früchte (z. B. Pfirsiche oder Äpfel) anstechen, stirbt das Gewebe an der Einstichstelle ab. Die restliche Frucht wächst weiter, was zu extremen Verformungen, tiefen Dellen und narbigen Rissen führt [4].
  • Korkflecken: Unter der Schale von Äpfeln oder Birnen bilden sich braune, schwammige oder korkartige Stellen direkt unterhalb des unsichtbaren Einstichkanals [2].
  • Verfärbungen: Bei Paprika und Tomaten hellt sich das angestochene Gewebe auf, wirkt weißlich-gelb und schwammig. Die Früchte werden ungenießbar und unverkäuflich [1].
  • Krankheitsübertragung: Durch den Stechrüssel können Stinkwanzen Hefepilze oder Bakterien in die Frucht übertragen, was zu Fäulnis und Schimmelbildung im Inneren führt [3].

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Fressen Stinkwanzen im Haus Kleidung oder Lebensmittel?

Nein. Stinkwanzen suchen im Herbst Gebäude ausschließlich als geschütztes, trockenes Winterquartier auf. Während dieser Winterruhe (Diapause) nehmen sie keinerlei Nahrung auf. Sie fressen weder Holz, noch Textilien, noch menschliche Vorräte.

Fressen Stinkwanzen andere Insekten?

Ja, eine bestimmte Unterfamilie der Baumwanzen (die Amyotinae) lebt räuberisch. Arten wie die Zweizähnige Dornwanze stechen mit ihrem kräftigen Rüssel Raupen, Käferlarven (z.B. Kartoffelkäfer) und andere Schadinsekten an und saugen sie aus. Sie gelten als wertvolle Nützlinge.

Können Stinkwanzen Menschen beißen oder stechen?

Pflanzenfressende Stinkwanzen stechen Menschen nicht, da ihr Rüssel für Pflanzengewebe ausgelegt ist. Räuberische Stinkwanzen können in sehr seltenen Fällen zur Selbstverteidigung zustechen, wenn sie grob gequetscht werden. Dies ist schmerzhaft, aber medizinisch völlig harmlos.

Welches Gemüse wird am häufigsten von Stinkwanzen gefressen?

Stinkwanzen bevorzugen Fruchtgemüse und Hülsenfrüchte. Besonders häufig befallen sie Tomaten, Paprika, Auberginen, Bohnen, Erbsen, Sojabohnen und Zuckermais. Sie saugen den nährstoffreichen Saft direkt aus den reifenden Früchten und Schoten.

Trinken Stinkwanzen Wasser?

Stinkwanzen decken ihren Flüssigkeitsbedarf fast ausschließlich über den Pflanzensaft oder die Hämolymphe ihrer Beutetiere. Frisch geschlüpfte Nymphen, die noch keine feste Nahrung aufnehmen, können jedoch Wassertropfen (Tau) aufsaugen, um nicht auszutrocknen.

Fazit: Ein Speiseplan mit zwei Gesichtern

Die Frage "Was fressen Stinkwanzen?" lässt sich nicht mit einem einfachen Satz beantworten. Die Welt der Baumwanzen ist zweigeteilt: Auf der einen Seite stehen die hochgradig polyphagen Pflanzensauger wie die Marmorierte Baumwanze oder die Grüne Reiswanze, die mit ihrem enzymatischen Speichel über 200 Pflanzenarten – von der Tomate bis zum Apfel – schädigen können. Auf der anderen Seite stehen die faszinierenden Raubwanzen, die als natürliche Schädlingsbekämpfer unermüdlich Jagd auf Raupen und Käferlarven machen.

Eines haben jedoch alle Stinkwanzen gemeinsam: Wenn sie im Herbst in unsere Häuser eindringen, haben sie das Fressen längst eingestellt. Sie suchen lediglich einen warmen Schlafplatz. Wer die Fressgewohnheiten dieser Insekten kennt, kann im Garten besser differenzieren, gezielter Pflanzen schützen und nützliche Jäger von schädlichen Pflanzensaugern unterscheiden.

Quellenverzeichnis

  1. Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg (LTZ): Hinweise zur Pflanzengesundheit - Grüne Reiswanze (Nezara viridula).
  2. AGES - Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit: Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys) - Schaderreger Steckbrief.
  3. University of Maryland Extension: Common Stink Bugs of the Mid-Atlantic (Hemiptera: Pentatomidae).
  4. University of Florida (IFAS Extension): Brown Marmorated Stink Bug, Halyomorpha halys (Stål).
  5. Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft: Merkblatt Grüne Stinkwanze (Palomena prasina L.).
  6. IVES Technical Reviews: Hüten Sie sich vor der Marmorierten Baumwanze! (Halyomorpha halys).
  7. Schuster, A. (2007): Die Wanzen (Insecta: Heteroptera) Westmecklenburgs Teil 1 (Baumwanzen, Pentatomidae). Virgo, Mitteilungsblatt des Entomologischen Vereins Mecklenburg.
  8. Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg: Baumwanzen - Information zur Morphologie und Biologie.
  9. Gartenakademie Rheinland-Pfalz: Das Grüne Blatt - Lästige Wanzen in Haus und Garten.
  10. Hoffmann, H.-J. (2021): Die Marmorierte Baumwanze Halyomorpha halys und jetzt die Samurai-Wespe. Heteropteron Heft 61.

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