Zu Inhalt springen
Kostenloser Versand ab 29€
Versand 1-2 Tage
4.44 · 245.512+ Kunden
Lexikon-Eintrag

Kakteengewächse Cactaceae

Kakteengewächse

Taxonomie

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung Caryophyllales (Caryophyllales)
Familie Cactaceae
Art Cactaceae
Wissenschaftlicher Name Cactaceae
Akzeptierter Name

Einleitung

Die Kakteengewächse (*Cactaceae*) sind eine Pflanzenfamilie in der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales). Innerhalb der Nelkenartigen gehören sie zu den Bedecktsamern (Magnoliopsida).[1]

Community-Analyse

OpenInsect
1
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der silberkrafto.shopmunity
Zuletzt am 10.05.2026
Werde Teil der Community
Lade ein Foto hoch und hilf uns, Arten zu erfassen.

Fakten (kompakt)

- Die Familie der Kakteengewächse (*Cactaceae*) umfasst etwa 30 überwiegend südamerikanische Arten, wobei der brasilianische Cerrado am wahrscheinlichsten der angestammte Verbreitungsort dieser Gruppe ist. - Die Diversifizierung der Gattung *Cereus* wurde durch klimatische Instabilitäten vor Millionen von Jahren angetrieben, die Ökosystemveränderungen und biogeografische Übergänge beinhalteten, was zu phänotypischen Veränderungen im Laufe der Zeit führte. - Die Art *Cereus fernambucensis* (Strandmandacaru) ist eine strauchartige, niederliegende Pflanze mit sukkulenten Zweigen, weißen nächtlichen Blüten und fleischigen, aufspringenden Früchten mit zahlreichen kleinen schwarzen Samen. - *Cereus fernambucensis* hat einen CAM-Photosynthese-Metabolismus, produziert essbare fleischige Früchte, die magentafarben mit weißem Endokarp sind, reich an Nährstoffen sind und eine hohe antioxidative Aktivität aufweisen, obwohl diese Früchte noch nicht kommerziell genutzt werden.[5] - Obwohl *C. fernambucensis* selbstkompatibel ist, ist die Kreuzbestäubung am effektivsten, wobei Sphingiden nachts und Bienen tagsüber als Bestäuber fungieren. - Der Verlust der genetischen Variabilität in einheimischen Pflanzenpopulationen beeinflusst die adaptiven und evolutionären Prozesse der Arten. - Säulenkakteen zeichnen sich durch ein hohes Maß an genetischer Variabilität aus, und in der Gattung *Cereus* gibt es ein hohes Maß an genetischer Variabilität in Südamerika. - Die morphologischen und physiologischen Merkmale von Früchten und Samen sind indirekte, aber effektive Indikatoren für die genetische Variabilität, da sie die Expression von Genen widerspiegeln, die mit der Umweltanpassung und dem Fortpflanzungserfolg von Pflanzen zusammenhängen. - Die Bewertung der Samenqualität, die durch Keimungs- und Vitalitätstests durchgeführt wird, ist unerlässlich, um die Feldleistung vorherzusagen, die genetische Variabilität zu bestimmen und die Qualität der Samen von verschiedenen Mutterpflanzen zu differenzieren. - Die genetische Vielfalt ist für die Selektion und Evolution von Arten unerlässlich, da sie die Resistenz gegen Schädlinge und Krankheiten gewährleistet, Anpassungen an biotische und abiotische Belastungen ermöglicht und dazu beiträgt, wünschenswerte Merkmale in Nutzpflanzen zu erhalten, während Pflanzenpopulationen mit geringer Vielfalt anfällig werden. - Die mittlere Keimzeit und die Keimungsgeschwindigkeitsindizes sind die relevantesten phänotypischen Merkmale, um die phänotypische Variabilität zwischen Genotypen zu erklären, und können als Schlüsselkriterien bei der Auswahl überlegener Individuen für die Erhaltung und Nutzung dienen. - Die beobachtete genetische Divergenz sowohl innerhalb als auch zwischen Populationen deutet auf die Notwendigkeit hin, repräsentative Proben aus verschiedenen genetischen Gruppen einzubeziehen, um die gesamte genetische Variabilität der Art zu erfassen und die Aufrechterhaltung ihres adaptiven Potenzials zu gewährleisten. - Obwohl Habitatfragmentierung und -verlust in natürlichen Gebieten auf Risiken der Inzucht und einer erhöhten phänotypischen Uniformität in der Pflanzenpopulation in Gebiet II hindeuten, zeigt die identifizierte hohe phänotypische Variabilität eine genetische Widerstandsfähigkeit, die die Erhaltung und nachhaltige Bewirtschaftung dieser Population unterstützen kann.[5] - Die Ergebnisse liefern quantitative Belege für die Aufnahme von *C. fernambucensis* in integrierte Küstenschutzrahmen, die die phänotypische Vielfalt mit der adaptiven Widerstandsfähigkeit unter den Bedingungen des anhaltenden Klimawandels verbinden. - Die Analyse der kanonischen Variablen ergab, dass die ersten drei akkumulierten Variablen mehr als 90 % der Gesamtvariation erklärten. - Die Merkmale, die am wenigsten zur Divergenz beitragen, sind das Frischgewicht der Früchte, das Trockengewicht der Sämlinge und die Anzahl der Rippen.[5]

Name & Einordnung

Die Kakteengewächse, wissenschaftlich als *Cactaceae* Juss. bezeichnet, bilden eine Familie innerhalb der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales)[Taxonomie-Daten (Struktur/Übersetzungen)]. Der botanische Name *Cactaceae* wurde von Antoine Laurent de Jussieu geprägt[Taxonomie-Daten (Struktur/Übersetzungen)]. Im Deutschen sind sie allgemein als Kakteen bekannt[Taxonomie-Daten (Struktur/Übersetzungen)].

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Kakteengewächse (*Cactaceae*) sind in ihrer Erscheinung sehr vielfältig. Sie können sehr unterschiedliche Größen annehmen, wobei *Carnegiea gigantea* bis zu 15 Meter hoch wird. Der kleinste Kaktus, *Blossfeldia liliputana*, bildet dagegen flachkugelige Körper von kaum einem Zentimeter Durchmesser. Kakteen sind ausdauernde Sträucher, seltener Bäume oder Geophyten. Fast alle Arten sind Stammsukkulenten, deren Sprossachsen stark angeschwollen sind. Die Wurzeln sind meist faserig oder bilden bei Pflanzen mit nur geringer Stammsukkulenz manchmal sukkulente Knollen oder Rüben. Die Hauptsprosse stehen, häufig charakteristisch für bestimmte Gattungen, einzeln oder verzweigen von den Basen oder weiter oben. Hauptsprosse und Zweige wachsen meist aufrecht oder aufstrebend, manchmal auch kriechend oder hängend. Die Sprosse sind zylindrisch oder zu Platykladien abgeflacht und tragen häufig gut ausgebildete Rippen oder spiralig arrangierte Warzen. Areolen, die stark reduzierte Kurztriebe darstellen, stehen auf zylindrischen oder abgeflachten Sprossen meist gefeldert verteilt oder sonst auf den Erhöhungen der Rippen oder Warzen. Sie sind filzig und tragen Dornen, die umgewandelte Blätter darstellen, sowie häufig auch Wolle oder Borsten. Filz und Dornen sind bei jungen Sämlingen immer vorhanden, werden aber manchmal später abgeworfen oder von erwachsenen Pflanzen nicht mehr gebildet. Die den Areolen entspringenden Laubblätter sind manchmal vollständig ausgebildet (Unterfamilie Pereskioideae), häufig pfriemförmig, sukkulent und kurzlebig (Unterfamilien Opuntioideae und Maihuenioideae), fehlen aber meist völlig (Unterfamilie Cactoideae). Nebenblätter sind nicht vorhanden.[3]

Beschreibung

Die Kakteengewächse (*Cactaceae*) oder kurz Kakteen sind eine Familie in der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales) innerhalb der Bedecktsamer (Magnoliopsida). Kakteen sind ausdauernde Sträucher, seltener Bäume oder Geophyten. Fast alle Arten sind Stammsukkulenten, deren Sprossachsen stark angeschwollen sind. Die Wurzeln sind meist faserig oder bilden bei Pflanzen mit nur geringer Stammsukkulenz manchmal sukkulente Knollen oder Rüben. Die Hauptsprosse stehen, häufig charakteristisch für bestimmte Gattungen, einzeln oder verzweigen von den Basen oder weiter oben. Hauptsprosse und Zweige wachsen meist aufrecht oder aufstrebend, manchmal auch kriechend oder hängend. Die Sprosse sind zylindrisch oder zu Platykladien abgeflacht und tragen häufig gut ausgebildete Rippen oder spiralig arrangierte Warzen. Areolen, die stark reduzierte Kurztriebe darstellen, stehen auf zylindrischen oder abgeflachten Sprossen meist gefeldert verteilt oder sonst auf den Erhöhungen der Rippen oder Warzen. Sie sind filzig und tragen Dornen, die umgewandelte Blätter darstellen, sowie häufig auch Wolle oder Borsten. Filz und Dornen sind bei jungen Sämlingen immer vorhanden, werden aber manchmal später abgeworfen oder von erwachsenen Pflanzen nicht mehr gebildet. Die den Areolen entspringenden Laubblätter sind manchmal vollständig ausgebildet (Unterfamilie Pereskioideae), häufig pfriemförmig, sukkulent und kurzlebig (Unterfamilien Opuntioideae und Maihuenioideae), fehlen aber meist völlig (Unterfamilie Cactoideae). Nebenblätter sind nicht vorhanden. Kakteen können sehr unterschiedliche Größen annehmen. *Carnegiea gigantea* wird bis zu 15 Meter hoch. Der kleinste Kaktus, *Blossfeldia liliputana*, bildet dagegen flachkugelige Körper von kaum einem Zentimeter Durchmesser. Auch die Wuchsgeschwindigkeiten sind sehr unterschiedlich. Einige Cereen erreichen je Spross Zuwächse von mehr als 1 Meter pro Jahr. Bei *Aztekium ritteri* ist dagegen auch im Verlauf mehrerer Jahre kaum ein Zuwachs erkennbar. Die Lebensdauer der Kakteen variiert ebenfalls stark. Langsam wachsende, groß werdende und erst im hohen Alter blühfähige Pflanzen wie *Carnegiea* und Arten von *Ferocactus* können bis zu 200 Jahre alt werden. Die Lebensspanne sich schnell entwickelnder und früh blühender Pflanzen ist dagegen kürzer. So wird die schon im zweiten Lebensjahr blühende, selbstfertile und reichlich Samen produzierende *Echinopsis mirabilis* selten älter als etwa 13 bis 15 Jahre. Im Inneren der Pflanzen sind die Leitbündel entlang der Zentralachsen ringförmig, bei abgeflachten Sprossen oval angeordnet. Verzweigungen der Leitbündel führen jeweils zu einer Areole. Der enthaltene Saft ist fast immer klar, nur wenige Arten von *Mammillaria* enthalten Milchsaft.[3]

Ökologie

Ziegen, Vögel, Ameisen, Mäuse und Fledermäuse tragen wesentlich zur Verbreitung der Samen bei. Die Samen der meisten Kakteenarten sind Lichtkeimer.[3]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Kakteengewächse (*Cactaceae*) haben sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf den Menschen und die Umwelt. Einige Arten werden als Nahrungsmittel genutzt, während andere in der Pharmazie und als Zierpflanzen Bedeutung haben. Einige Kakteenarten werden von indigenen Völkern Nordamerikas für rituelle Handlungen verwendet, was auf ihren kulturellen Wert hinweist. Kakteen können jedoch auch als Wirtspflanzen für Schädlinge wie die Cochenilleschildlaus dienen, die zur Gewinnung von Farbstoffen genutzt wird, aber auch Schäden anrichten kann. In Bezug auf das Management ist es wichtig zu beachten, dass viele Kakteenarten im Washingtoner Artenschutzabkommen erfasst sind, um ihren Schutz zu gewährleisten. Die unkontrollierte Sammlung und Zerstörung von Kakteenstandorten stellen eine Bedrohung für diese Pflanzen dar, insbesondere für endemische Arten. Präventive Maßnahmen umfassen den Schutz natürlicher Lebensräume und die Förderung nachhaltiger Nutzungspraktiken.[3] Die Bekämpfung von Schädlingen wie der Cochenilleschildlaus kann biologische, physikalische oder chemische Methoden umfassen, wobei integrierte Schädlingsbekämpfungsstrategien (IPM) bevorzugt werden sollten, um negative Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Die genetische Vielfalt innerhalb der *Cactaceae* ist entscheidend für die Anpassungsfähigkeit und den langfristigen Erhalt der Art.[3]

Wirtschaftliche Bedeutung

Kakteengewächse haben eine gewisse wirtschaftliche Bedeutung als Wirtspflanzen für die Cochenilleschildlaus, aus der ein roter Farbstoff für Campari oder hochwertige Lippenstifte gewonnen wird. Abgestorbene Säulenkakteen liefern besonders in Südamerika wertvolles Bauholz. Einige Kakteen haben auch für die Pharmazie Bedeutung. Außerdem werden Kakteen als Zimmerpflanzen kultiviert. Aus den gebogenen Dornen mancher Kakteen werden Angelhaken gefertigt.[4]

Biologie & Lebenszyklus

Die Blüten der Kakteengewächse (*Cactaceae*) sind meist zwittrig und radiärsymmetrisch, seltener zygomorph. Die Bestäubung erfolgt je nach Art durch Tagfalter, Nachtfalter, Fledermäuse, Kolibris oder Bienen. Einige Kakteenarten sind an die Bestäubung durch bestimmte Tiergruppen angepasst. Die Blüten können nachts oder tagsüber geöffnet sein, wobei einige nur für wenige Stunden blühen, während andere mehrere Tage lang geöffnet bleiben. Die Blüten sind meist röhren-, glocken- oder radförmig und öffnen sich weit, bei röhrenförmiger Gestalt aber manchmal nur wenig. Selten sind die Blüten kleistogam, d.h. sie öffnen sich nicht. Die Früchte der Kakteengewächse sind beerenähnlich, oft fleischig und bei Reife auffällig gefärbt. Sie enthalten wenige bis meist viele Samen, die 0,4 bis 12 mm groß sind. Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 11. Ziegen, Vögel, Ameisen, Mäuse und Fledermäuse tragen wesentlich zur Verbreitung der Samen bei. Die Samen der meisten Kakteenarten sind Lichtkeimer.[3]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Vorkommen der Kakteengewächse (*Cactaceae*) ist, mit Ausnahme von *Rhipsalis baccifera*, auf den amerikanischen Kontinent beschränkt. Dort erstreckt sich ihr Verbreitungsgebiet vom südlichen Kanada bis nach Patagonien in Argentinien und Chile. Die größte Dichte an Kakteenvorkommen findet man in den Gebieten um den nördlichen (Mexiko) und südlichen Wendekreis (Argentinien/Bolivien). Kakteen besiedeln die verschiedensten Lebensräume, von Tiefebenen bis zu Hochgebirgen[3], von tropischen Regenwäldern (dort meist als Epiphyt oder Lithophyt) über Steppen und Halbwüste bis zu Trockenwüsten.[3]

Saisonalität & Aktivität

Informationen zur Saisonalität und Aktivität der Kakteengewächse (*Cactaceae*) sind in den bereitgestellten Quellen nicht enthalten. Da keine wissenschaftlichen Daten vorliegen, kann ich nur ergänzend erwähnen, dass das öffentliche Interesse an Kakteengewächsen in Deutschland laut einer Analyse des Suchinteresses vor allem in den Monaten Januar und Mai seinen Höhepunkt erreicht, während es im März und April am geringsten ist.[2]

Quellen & Referenzen

  1. https://www.gbif.org/species/2519
  2. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Kakteengew%C3%A4chse
  4. Seite 4 des Wikipedia Artikels Kakteengewächse
  5. PDF: kakteengewachse-scientific