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Lexikon-Eintrag

Pflaumenmilbe Lepidoglyphus destructor

Pflaumenmilbe
Lästling

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung Hornmilben (Sarcoptiformes)
Familie Glycyphagidae
Gattung Glycyphagus
Art Lepidoglyphus destructor
Wissenschaftlicher Name Lepidoglyphus destructor (Schrank, 1781)

Einleitung

Die Pflaumenmilbe (*Lepidoglyphus destructor*) ist eine Milbenart aus der Familie Glycyphagidae innerhalb der Ordnung Sarcoptiformes. Sie gilt als weltweit verbreiteter Schädling, insbesondere als Vorratsschädling.[1]

Fakten (kompakt)

- Die Bekämpfung von *Lepidoglyphus destructor* kann durch Sättigung des Lebensraums mit Mentholdampf erfolgen, wobei der Dampf auf feste Träger wie Papier oder Textilien absorbiert oder als Aerosol ausgebracht wird. - Zur Steigerung der Effizienz der Menthol-Behandlung können die behandelten Bereiche mit Folie abgedeckt werden, um die Dampfkonzentration zu halten. - Die Methode zur Bekämpfung von *Lepidoglyphus destructor* mit Menthol wird als einfach und effektiv dargestellt und hebt sich durch die Unbedenklichkeit für Menschen und Haustiere von herkömmlichen Akariziden ab.[3] - Die Pflaumenmilbe ist unter dem Synonym *Glycyphagus destructor* bekannt.[2]

Name & Einordnung

Die Pflaumenmilbe, wissenschaftlich als *Lepidoglyphus destructor* bezeichnet, wurde erstmals 1781 von Schrank beschrieben. Der Artname ist *Lepidoglyphus destructor* (Schrank, 1781). *Lepidoglyphus destructor* ist ein Synonym für *Glycyphagus destructor*. Die Pflaumenmilbe gehört zur Familie Glycyphagidae. Der deutsche Trivialname ist Pflaumenmilbe.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Pflaumenmilbe (*Lepidoglyphus destructor*) erreicht eine Größe von etwa 0,15 Millimetern. Die aus dem Ei schlüpfende Larve misst circa 0,16 Millimeter und ist somit kaum größer als das Ei selbst. Im Larvenstadium besitzt die Pflaumenmilbe lediglich drei Beinpaare. Die darauf folgenden Entwicklungsstadien werden als Nymphen bezeichnet. Diese ähneln den adulten Pflaumenmilben und weisen wie diese vier Beinpaare auf. Unter ungünstigen Bedingungen können sogenannte Dauernymphen oder Hypopen entstehen, die beispielsweise Trockenheit über längere Zeiträume überstehen können und schwer zu bekämpfen sind.[1]

Beschreibung

Die Pflaumenmilbe, wissenschaftlich als *Lepidoglyphus destructor* bekannt, ist ein weltweit verbreiteter Schadorganismus, der zur Familie der Glycyphagidae gehört. Diese Milbenart zeichnet sich durch ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Umgebungen aus, insbesondere an feuchte und modrige Bedingungen, was sie zu einem bedeutenden Vorratsschädling macht.[1] Im natürlichen Lebensraum findet man *L. destructor* häufig in gelagerten Produkten und organischen Materialien, wo sie sich von Schimmelpilzen und anderen Mikroorganismen ernähren. Ihr Erscheinungsbild ist typisch für Milben, mit einem kleinen, ovalen Körper und acht Beinen im adulten Stadium. Die Larven haben jedoch nur drei Beinpaare. Die Pflaumenmilbe durchläuft mehrere Entwicklungsstadien, beginnend mit dem Ei, gefolgt von der Larve, Nymphe und schließlich dem adulten Tier. Die Larven sind durch ihre geringe Größe und die Anwesenheit von nur drei Beinpaaren gekennzeichnet. Nymphen ähneln den adulten Milben, haben aber noch nicht die volle Größe und Reife erreicht. Unter ungünstigen Bedingungen können sogenannte Dauernymphen oder Hypopen entstehen, die extrem widerstandsfähig sind und jahrelang überleben können. Es gibt keine signifikanten Unterschiede im Aussehen zwischen den Geschlechtern über den Lebenszyklus hinaus, obwohl die Weibchen in der Lage sind, bis zu 150 Eier zu legen, vorzugsweise in feuchten Nahrungsquellen.[1] Eine bemerkenswerte Besonderheit von *L. destructor* ist ihre Fähigkeit, allergische Reaktionen auszulösen.[1] Ein Patent beschreibt eine Methode zur Bekämpfung von allergieauslösenden Milben, einschließlich der Pflaumenmilbe, durch Sättigung des Lebensraums mit Mentholdampf. Diese Methode zielt darauf ab, die Milben durch die Einwirkung von Menthol abzutöten, wobei die Unbedenklichkeit für Menschen und Haustiere im Vordergrund steht.[3] Im Vergleich zu nahe verwandten Arten zeichnet sich *L. destructor* durch ihre Vorliebe für feuchte Umgebungen und ihre Fähigkeit, Dauernymphen zu bilden, aus, was ihre Bekämpfung erschwert. Die Erstbeschreibung der Art erfolgte im Jahr 1781 durch Schrank.[1]

Ökologie

Die Pflaumenmilbe (*Lepidoglyphus destructor*) ist ein weltweit verbreiteter Schadorganismus. Sie tritt vor allem in feuchten Räumen an modrigen Vorräten tierischer und pflanzlicher Herkunft auf, wie beispielsweise Getreide, Getreideprodukten, Trockenfrüchten, Heu, Stroh oder Tierhäuten.[1] Darüber hinaus findet man *L. destructor* regelmäßig an toten Insekten sowie in den Nestern von Hummeln und Nagetieren, wo sie sich von den hier vorkommenden Schimmelpilzen ernähren.[1] Das Auftreten von *L. destructor* in Vorratslagern deutet somit meist auf zu feuchte Lagerbedingungen der dort aufbewahrten Lebens- oder Futtermittel hin. Die Milbe kann durch die Verbreitung von Schimmelpilzsporen gesundheitsschädliche Auswirkungen haben.[1] Mentholdampf kann zur Bekämpfung von *L. destructor* eingesetzt werden, indem der Lebensraum der Milben damit gesättigt wird.[3]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Pflaumenmilbe (*Lepidoglyphus destructor*) ist ein weltweit verbreiteter Vorratsschädling und Hygieneschädling. Sie tritt vor allem in feuchten Räumen an modrigen Vorräten tierischer und pflanzlicher Herkunft auf, wie Getreide, Getreideprodukten, Trockenfrüchten, Heu, Stroh oder Tierhäuten. Darüber hinaus findet man Pflaumenmilben regelmäßig an toten Insekten sowie in den Nestern von Hummeln und Nagetieren, wo sie sich von den hier vorkommenden Schimmelpilzen ernähren.[1] Das Auftreten von *L. destructor* in Vorratslagern deutet somit meist auf zu feuchte Lagerbedingungen der dort aufbewahrten Lebens- oder Futtermittel hin. Befallene Nahrungsmittel sollten nicht mehr verzehrt werden, da Pflaumenmilben gesundheitsschädliche Keime wie Schimmelpilzsporen verbreiten können. Um einem Befall vorzubeugen, sollte Ware trocken gelagert werden, da die Pflaumenmilbe trockene Bedingungen nicht toleriert. Bei einem Befall in Silos oder Nahrungsmittellagern empfiehlt sich der Einsatz verschiedener gasförmiger Akarizide wie Stickstoff, Kohlendioxid und Phosphorwasserstoff (Phosphin) zur direkten Bekämpfung. Um auch die unempfindlichen Dauernymphen erfolgreich zu bekämpfen, muss die Behandlung im Abstand von zwei Wochen wiederholt werden. Für eine biologische Bekämpfung steht die Getreideraubmilbe (*Cheyletus eruditus*) zur Verfügung.[1] *L. destructor* lässt sich auch mit Diatomeenerde bekämpfen. In einer Laboruntersuchung starben innerhalb eines Tages 97 % der getesteten Pflaumenmilben ab, wenn ein Präparat aus reiner Diatomeenerde (Si02-Anteil von 90 %) in einer Konzentration von einem Gramm pro Quadratmeter appliziert wurde.[1] Ein Patent beschreibt eine Methode zur Bekämpfung von allergieauslösenden Milben, einschließlich der Pflaumenmilbe, unter Verwendung von Mentholdampf. Dabei wird der Lebensraum der Milben mit Menthol gesättigt, um die Schädlinge abzutöten. Das Menthol kann auf festen Trägern absorbiert oder als Aerosol ausgebracht werden.[3]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Pflaumenmilbe (*Lepidoglyphus destructor*) ist ein typischer Vorratsschädling, der in feuchten Räumen modrige Vorräte tierischer und pflanzlicher Herkunft befällt, wie Getreide, Getreideprodukte, Trockenfrüchte, Heu, Stroh oder Tierhäute.[1] Das Auftreten von *L. destructor* in Vorratslagern deutet auf zu feuchte Lagerbedingungen der dort aufbewahrten Lebens- oder Futtermittel hin. Befallene Nahrungsmittel sollten nicht mehr verzehrt werden. Um einen Befall zu vermeiden, sollte Ware trocken gelagert werden, da die Pflaumenmilbe trockene Bedingungen nicht toleriert. Bei einem Befall in Silos oder Nahrungsmittellagern empfiehlt sich der Einsatz gasförmiger Akarizide wie Stickstoff, Kohlendioxid und Phosphorwasserstoff.[1] Eine Methode zur Bekämpfung von allergieauslösenden Milben, einschließlich der Pflaumenmilbe, beschreibt die Sättigung des Lebensraums mit Mentholdampf, um die Schädlinge abzutöten.[3]

Biologie & Lebenszyklus

Die Weibchen von *Lepidoglyphus destructor* legen bis zu 150 Eier vorzugsweise an feuchtem Nahrungssubstrat ab. Die Entwicklung der Pflaumenmilbe kann bei Temperaturen zwischen 3 und 34°C stattfinden, optimal sind Temperaturen um die 25°C. Eine hinreichend hohe relative Luftfeuchtigkeit von mehr als 60% ist für die Entwicklung notwendig. Bei Getreide muss eine Kornfeuchte von mehr als 15 % vorliegen. Unter optimalen Bedingungen dauert die Entwicklung vom Ei bis zur adulten Milbe, je nach Nahrung, 12 bis 27 Tage. Die aus dem Ei schlüpfende Larve ist mit 0,16 Millimeter kaum größer als das Ei. Als einziges Juvenilstadium weist die Larve der Pflaumenmilbe lediglich drei Beinpaare auf. Die weiteren Entwicklungsstadien werden als Nymphen bezeichnet. Sie ähneln weitgehend den adulten Pflaumenmilben und besitzen wie diese vier Beinpaare.[1] Adulte *L. destructor* erreichen eine Größe von 0,15 Millimeter. Die Pflaumenmilbe ist gegenüber Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts relativ empfindlich. Im Laborversuch konnten lediglich vier Prozent einer Population eine Woche lang eine Temperatur von -18°C überleben. Bei ungünstigen Lebensbedingungen werden sogenannte Dauernymphen oder Hypopen ausgebildet, die zum Beispiel Trockenheit jahrelang überstehen können und besonders schwierig zu bekämpfen sind. Das Auftreten von *Lepidoglyphus destructor* in Vorratslagern deutet somit meist auf zu feuchte Lagerbedingungen der dort aufbewahrten Lebens- oder Futtermittel hin.[1]

Vorkommen & Lebensraum

Die Pflaumenmilbe, *Lepidoglyphus destructor*, ist ein weltweit verbreiteter Schadorganismus. Die Milbe ist anpassungsfähig und kommt in verschiedenen Umgebungen vor, was zu ihrer weiten Verbreitung beiträgt. *Lepidoglyphus destructor* findet sich global in unterschiedlichen Klimazonen. In Europa ist die Pflaumenmilbe weit verbreitet, einschließlich der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz). Sie tritt häufig in feuchten Umgebungen auf, was ihre Präsenz in bestimmten Regionen begünstigt. *Lepidoglyphus destructor* ist hauptsächlich in Vorratslagern und feuchten Räumen in Gebäuden anzutreffen. Sie bevorzugt modrige Vorräte tierischer und pflanzlicher Herkunft. Dazu gehören Getreide, Getreideprodukte, Trockenfrüchte, Heu, Stroh und Tierhäute. Die Milben finden sich auch in Nestern von Hummeln und Nagetieren, wo sie sich von Schimmelpilzen ernähren. Die Weibchen von *Lepidoglyphus destructor* legen bis zu 150 Eier vorzugsweise an feuchtem Nahrungssubstrat ab. Eine Entwicklung der Milben kann bei Temperaturen zwischen 3 und 34°C stattfinden, sowie bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von mehr als 60% oder einer Kornfeuchte von mehr als 15 %. Unter optimalen Bedingungen, bei einer Temperatur von 25°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von mehr als 60% oder einer Substratfeuchte von 16 bis 17%, dauert die Entwicklung vom Ei bis zur adulten Milbe, je nach Nahrung, 12 bis 27 Tage. Die Pflaumenmilbe ist gegenüber Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts relativ empfindlich. Im Laborversuch konnten lediglich vier Prozent einer Population eine Woche lang eine Temperatur von -18°C überleben.[1]

Saisonalität & Aktivität

Die Entwicklung von *Lepidoglyphus destructor* ist stark temperaturabhängig und kann bei Temperaturen zwischen 3 und 34°C stattfinden. Eine relative Luftfeuchtigkeit von mehr als 60 % oder eine Kornfeuchte von mehr als 15 % sind ebenfalls notwendig. Unter optimalen Bedingungen, wie einer Temperatur von 25°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von über 60 %, dauert die Entwicklung vom Ei bis zur adulten Milbe je nach Nahrungsangebot 12 bis 27 Tage. Die Pflaumenmilbe ist relativ empfindlich gegenüber Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts. Im Laborversuch überlebten lediglich vier Prozent einer Population eine Woche bei einer Temperatur von -18°C.[1]

Wissenschaftliche Forschung & Patente

DE-4114980-A1 Chemical Unbekannt

Bekämpfung von allergieerzeugenden Milben durch Sättigung des Lebensraums mit Mentholdampf

Wolf Joachim Dipl Ing (1991)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Dieses Patent beschreibt eine Methode zur Bekämpfung von allergieauslösenden Milben, einschließlich der Pflaumenmilbe (Lepidoglyphus destructor), unter Verwendung von Mentholdampf. Die Kernidee besteht darin, den Lebensraum der Milben, wie Teppiche, Möbel oder Matratzen, mit Menthol zu sättigen, um die Schädlinge abzutöten. Das Menthol wird bevorzugt auf festen Trägern wie Papier oder Textilien absorbiert oder als Aerosol ausgebracht. Zur Steigerung der Effizienz können behandelte Bereiche mit Folie abgedeckt werden, um die Dampfkonzentration zu halten. Die Methode wird als einfach und effektiv dargestellt und hebt sich durch die Unbedenklichkeit für Menschen und Haustiere von herkömmlichen Akariziden ab.

Quellen & Referenzen

  1. PDF: pflaumenmilbe-lepidoglyphus-destructor
  2. https://www.gbif.org/species/4651493
  3. https://patents.google.com/patent/DE4114980A1/en