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Lexikon-Eintrag

Lilienhähnchen Lilioceris lilii

Lilienhähnchen
Lästling

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Käfer (Coleoptera)
Familie Chrysomelidae
Gattung Lilioceris
Art Lilioceris lilii
Wissenschaftlicher Name Lilioceris lilii (Scopoli, 1763)
Akzeptierter Name

Einleitung

*Lilioceris lilii*, bekannt als Lilienhähnchen, ist eine Käferart aus der Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae). Sowohl die Larven als auch die adulten Käfer gelten als Schädlinge, die Lilien und Kaiserkronen befallen.[1]

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Zuletzt am 17.06.2026
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Fakten (kompakt)

- Der wissenschaftliche Artname des Lilienhähnchens ist *Lilioceris lilii* (SCOPOLI, 1763). - *Lilioceris* ist die Gattung des Lilienhähnchens. - Das Lilienhähnchen gehört zur Ordnung der Käfer (Coleoptera). - Das Lilienhähnchen gehört zur Klasse der Insekten (Insecta). - Das Lilienhähnchen gehört zum Stamm der Gliederfüßer (Arthropoda). - Das Lilienhähnchen gehört zum Reich der Tiere (Animalia).[1]

Name & Einordnung

Das Lilienhähnchen trägt den wissenschaftlichen Namen *Lilioceris lilii* (Scopoli, 1763). Es gehört zur Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae).[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Das Lilienhähnchen (*Lilioceris lilii*) ist ein auffälliger Pflanzenschädling, dessen Larven eine Länge von acht bis zehn Millimetern erreichen können. Die ovalen Eier sind ein bis zwei Millimeter lang und zunächst orangerot gefärbt, später nehmen sie einen bräunlichen Farbton an. Frisch geschlüpfte Larven sind zunächst gelblich gefärbt, während ältere Larven orange erscheinen. Um sich vor Austrocknung und Fressfeinden zu schützen, bedecken die Larven ihren Körper mit Kot, wodurch sie einem kleinen Klumpen Erde ähneln. Adulte Lilienhähnchen erzeugen bei Gefahr zirpende Geräusche, indem sie Chitinleisten aneinander reiben. Diese Geräusche sind deutlich zu hören, wenn man ein Lilienhähnchen vorsichtig zwischen die Finger nimmt und an das Ohr hält.[2]

Beschreibung

Das Lilienhähnchen, wissenschaftlich bekannt als *Lilioceris lilii*, ist ein Käfer aus der Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae). Diese Art zeichnet sich durch ihre leuchtend rote Farbe und ihre Spezialisierung auf Lilien und Kaiserkronen als Futterpflanzen aus. Die Käfer sind sowohl als Larven als auch als adulte Tiere Schädlinge, da sie die Blätter und Blüten der Pflanzen befallen und kahl fressen können. Im natürlichen Lebensraum sind Lilienhähnchen oft auf den Blättern ihrer Wirtspflanzen zu finden, wo sie fressen, sich paaren und ihre Eier ablegen. Die Larven bedecken sich mit Kot, was ihnen ein unappetitliches Aussehen verleiht und sie vor Fressfeinden schützt. Diese Tarnung macht sie im Feld schwer zu entdecken. Die Larven des Lilienhähnchens durchlaufen mehrere Stadien, in denen sie sich häuten und an Größe zunehmen. Frisch geschlüpfte Larven sind gelblich gefärbt, während ältere Larven eine orange Farbe annehmen. Kurz vor der Verpuppung erreichen die Larven eine Länge von acht bis zehn Millimetern. Ein interessantes Merkmal des Lilienhähnchens ist seine Fähigkeit, bei Gefahr zirpende Geräusche zu erzeugen, indem es Chitinleisten aneinander reibt. Diese Geräusche sind deutlich zu hören, wenn man den Käfer vorsichtig zwischen die Finger nimmt und an das Ohr hält. Die Weibchen legen im Laufe ihres Lebens 200 bis 300 Eier ab. Die Eier sind oval, ein bis zwei Millimeter lang und zunächst orange-rot gefärbt, später nehmen sie einen bräunlichen Farbton an. Typischerweise werden die Eier entlang der Mittelrippe auf der Blattunterseite abgelegt. Im nördlichen Teil seines Verbreitungsgebietes ist das Lilienhähnchen univoltin, das heißt, es gibt nur eine Generation pro Jahr. In Deutschland können aber auch zwei oder drei Generationen pro Jahr auftreten. Die im Herbst geschlüpften Käfer überwintern nach einer mehr oder weniger ausgedehnten Fraßperiode im Boden. Das Lilienhähnchen (*Lilioceris lilii*) kann leicht mit dem Lauchhähnchen (*Lilioceris merdigera*) verwechselt werden, welches jedoch auch Laucharten, Zwiebeln und weitere Arten der Gattung *Allium* befällt.[2]

Verhalten

Lilienhähnchen (*Lilioceris lilii*) erzeugen bei Gefahr zirpende Geräusche, indem sie sich hin und her bewegen und dabei Chitinleisten aneinander reiben. Wenn man ein Lilienhähnchen vorsichtig zwischen die Finger nimmt und den Käfer an das Ohr hält, sind diese Geräusche deutlich zu hören.[2]

Ökologie

Das Lilienhähnchen (*Lilioceris lilii*) stammt ursprünglich aus Europa und Asien, hat sich aber mittlerweile auch in Nordeuropa, Nordafrika und Nordamerika ausgebreitet. Die Käfer werden meist ab Mitte April aktiv, nachdem sie im Boden überwintert haben, und beginnen sofort mit dem Fraß an Lilien und Kaiserkronen. Die Larven fressen hauptsächlich auf der Blattunterseite und können eine Pflanze komplett kahlfressen. Im nördlichen Teil seines Verbreitungsgebietes bildet das Lilienhähnchen eine Generation pro Jahr, während in Deutschland auch zwei oder drei Generationen auftreten können. Die Käfer überwintern nach einer mehr oder weniger ausgedehnten Fraßperiode im Boden. Neben Lilien und Kaiserkronen befällt das Lilienhähnchen (*Lilioceris merdigera*) auch Laucharten, Zwiebeln und weitere Arten der Gattung *Allium*.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Das Lilienhähnchen (*Lilioceris lilii*) ist ein ernstzunehmender Pflanzenschädling an Lilien und Kaiserkronen. Sowohl die Larven als auch die adulten Käfer richten an den Futterpflanzen Schaden an. Um zu verhindern, dass Lilien oder Kaiserkronen komplett abgefressen werden, sollten die Zierpflanzen ab Mitte April regelmäßig auf Befall mit diesen Pflanzenschädlingen kontrolliert werden. Werden Eier, Larven oder Käfer entdeckt, so können diese von Hand abgesammelt werden. Zur direkten Bekämpfung von Lilienhähnchen können verschiedene Insektizide eingesetzt werden. Im Haus- und Kleingartenbereich sind verschiedene Wirkstoffe für den Einsatz gegen beißende Insekten zugelassen, die auch zur Bekämpfung von Lilienhähnchen verwendet werden können.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Das Lilienhähnchen (*Lilioceris lilii*) ist ein ernstzunehmender Pflanzenschädling an Lilien und Kaiserkronen. Sowohl die Larven als auch die adulten Käfer richten an den Futterpflanzen Schaden an. Die Larven fressen meist auf der Unterseite der Blätter und können eine befallene Pflanze komplett kahl fressen. Um zu verhindern, dass Lilien oder Kaiserkronen von den Lilienhähnchen komplett abgefressen werden, sollten die Zierpflanzen ab Mitte April regelmäßig auf Befall mit diesen Pflanzenschädlingen kontrolliert werden.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Das Lilienhähnchen (*Lilioceris lilii*) stammt ursprünglich aus Europa und Asien, hat sich aber mittlerweile auch in Nordeuropa, Nordafrika und Nordamerika ausgebreitet. Nach der Überwinterung im Boden werden die Käfer meist ab Mitte April wieder aktiv und beginnen sofort damit, an den Blättern von Lilien und Kaiserkronen zu fressen. Kurz nach der Überwinterung paaren sich die Käfer. Einige Tage später legen die Weibchen von *Lilioceris lilii* dann die ersten Eier an den Futterpflanzen ab. Typischerweise legt das Lilienhähnchen drei bis zwölf rötlich gefärbte Eier entlang der Mittelrippe auf der Blattunterseite ab. Im Laufe seines Lebens kann ein Weibchen 200 bis 300 Eier ablegen. Die ovalen Eier sind ein bis zwei Millimeter lang und zunächst orange-rot gefärbt, nehmen später aber einen bräunlichen Farbton an. Die Larven schlüpfen ein bis zwei Wochen nach der Eiablage aus den Eiern. Frisch geschlüpfte Larven sind zunächst gelblich gefärbt, ältere Larven erscheinen orangefarben. Die Larven fressen meist auf der Unterseite der Blätter und können eine befallene Pflanze komplett kahl fressen. Um sich vor Austrocknung und Fressfeinden zu schützen, bedecken die Larven ihren Körper mit Kot und ähneln so einem kleinen Klumpen Erde. Innerhalb eines Monats häuten sich die Larven des Lilienhähnchens dreimal. Das vierte Larvalstadium spinnt sich schließlich in der Nähe der Futterpflanze einen Kokon in der Erde, um sich hier zu verpuppen. Kurz vor der Verpuppung erreichen die Larven eine Länge von acht bis zehn Millimetern. Nach einer Puppenruhe von 20 bis 22 Tagen verlässt der adulte Käfer seine Puppenwiege in der Erde, um an Lilien oder Kaiserkronen zu fressen. Im nördlichen Teil seines Verbreitungsgebietes ist das Lilienhähnchen eine univoltine Art. In Deutschland können aber auch zwei oder drei Generationen pro Jahr auftreten. Die im Herbst geschlüpften Käfer überwintern nach einer mehr oder weniger ausgedehnten Fraßperiode im Boden. Sowohl die Larven als auch die adulten Käfer von *Lilioceris lilii* richten Schaden an Lilien und Kaiserkronen an. Das Lilienhähnchen (*Lilioceris merdigera*) befällt zudem Laucharten, Zwiebeln und weitere Arten der Gattung *Allium*.[1]

Vorkommen & Lebensraum

Das Lilienhähnchen, *Lilioceris lilii*, stammt ursprünglich aus Europa und Asien. Mittlerweile hat sich der Pflanzenschädling auch in Nordeuropa, Nordafrika und Nordamerika ausgebreitet. In Deutschland können zwei oder drei Generationen pro Jahr auftreten. Die Käfer überwintern im Boden nach einer mehr oder weniger ausgedehnten Fraßperiode. Nach der Überwinterung im Boden werden die Käfer meist ab Mitte April wieder aktiv und beginnen sofort damit, an den Blättern von Lilien und Kaiserkronen zu fressen. Das Lilienhähnchen befällt auch Laucharten, Zwiebeln und weitere Arten der Gattung *Allium*. Die Larven fressen meist auf der Unterseite der Blätter und können eine befallene Pflanze komplett kahl fressen. Im nördlichen Teil seines Verbreitungsgebietes ist das Lilienhähnchen eine univoltine Art.[2]

Saisonalität & Aktivität

Die Käfer des *Lilioceris lilii* werden meist ab Mitte April aktiv, nachdem sie im Boden überwintert haben. Sie beginnen dann sofort, an den Blättern von Lilien und Kaiserkronen zu fressen. Kurz nach der Überwinterung paaren sich die Käfer. Einige Tage später legen die Weibchen die ersten Eier an den Futterpflanzen ab. Die Larven schlüpfen ein bis zwei Wochen nach der Eiablage. Innerhalb eines Monats häuten sich die Larven dreimal, bevor sie sich in der Nähe der Futterpflanze in der Erde verpuppen. Nach einer Puppenruhe von 20 bis 22 Tagen verlassen die adulten Käfer die Puppenwiege. Im nördlichen Teil des Verbreitungsgebietes ist das Lilienhähnchen univoltin, das heißt, es bildet nur eine Generation pro Jahr. In Deutschland können aber auch zwei oder drei Generationen pro Jahr auftreten. Die im Herbst geschlüpften Käfer überwintern nach einer mehr oder weniger ausgedehnten Fraßperiode im Boden.[2] Das öffentliche Interesse an Lilienhähnchen ist in den Monaten Mai und Juni am höchsten.[3]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Kaaks, Deutschland

    10.09.2025

  • Deutschland

    31.08.2025

  • Deutschland

    31.08.2025

  • Hersfeld-Rotenburg, DE-HE, Deutschland

    26.08.2025

  • Wiesens Grundschule, 26605 Aurich, Deutschland

    10.08.2025

Daten: iNaturalist

Quellen & Referenzen

  1. https://www.gbif.org/species/1048809
  2. PDF: lilienhaehnchen-lilioceris-lilii
  3. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)