Fakten (kompakt)
- Topische Formulierungen, die synthetische Wirkstoffe und ätherische Öle kombinieren, wirken sowohl abtötend als auch repellierend gegen *Musca autumnalis*. - Die orale Verabreichung von Benzoylharnstoff-Derivaten an Warmblüter macht den Kot für die Larven von *Musca autumnalis* toxisch. - Die Kombination von synthetischen Wirkstoffen und ätherischen Ölen in topischen Formulierungen zielt darauf ab, die Wirksamkeit durch Synergieeffekte zu steigern. - Die 'Feed-through'-Methode zur Bekämpfung von Fliegenlarven mit Benzoylharnstoff-Derivaten unterbricht den Lebenszyklus von *Musca autumnalis* effektiv, ohne das Tier selbst zu belasten.[2]
Die Stallfliege, wissenschaftlich als *Musca autumnalis* bezeichnet, wurde von Charles De Geer im Jahr 1776 erstbeschrieben. Der Artname *autumnalis* bezieht sich auf den Herbst, was möglicherweise auf die Beobachtung zurückzuführen ist, dass die Fliegen im Herbst häufiger anzutreffen sind. *Musca autumnalis* gehört zur Familie der Echten Fliegen (Muscidae). Im Deutschen wird sie auch als Augenfliege bezeichnet.[1]
Die Stallfliege (*Musca autumnalis*) ist eine graue Fliegenart, wobei sich an den Seiten des Körpers gelbe Farbelemente befinden. Männliche Stallfliegen weisen einen im Vergleich zu den Weibchen etwas dunkleren, blaugrauen Thorax auf. Der Hinterleib (Abdomen) der Stallfliege ist bis auf einen schwarzen Dorsalstreifen orange gefärbt. Die Augen der männlichen Stallfliegen berühren sich fast, während sie bei den Weibchen durch einen breiten Zwischenraum voneinander getrennt sind. Die bananenförmigen Eier von *Musca autumnalis* sind ungefähr drei Millimeter lang und weisen am oberen Ende einen charakteristischen, dunklen Atemfortsatz auf, der nach der Eiablage aus dem Brutsubstrat hervorschaut.[1] Die Larven der Stallfliege sind apode (d. h. beinlose) Maden mit zylindrischem Körperquerschnitt, die eine Länge zwischen zwei und zwölf Millimetern aufweisen. Der Körperdurchmesser nimmt vom Kopf bis zum stumpfen Körperende, an dem auch die beiden großen, bräunlich gefärbten Tracheenöffnungen oder Stigmen liegen, zu. Die Umbildung zum adulten Insekt findet in einer weißen, tönnchenförmigen Puppenhülle statt, die eine Länge von sechs bis zehn Millimeter aufweist.[1]
Die Stallfliege oder Augenfliege, wissenschaftlich als *Musca autumnalis* bekannt, gehört zur Familie der Muscidae (Echte Fliegen) innerhalb der Ordnung der Zweiflügler (Diptera). Ursprünglich stammt diese Art aus Europa und dem westlichen Asien, hat sich aber mittlerweile über Nordamerika ausgebreitet. *Musca autumnalis* zeichnet sich durch ihre enge Bindung an Weidetiere wie Rinder und Pferde aus, deren Sekrete sie als Nahrungsquelle nutzen. Im natürlichen Lebensraum sind Stallfliegen oft in der Nähe von Weidetieren anzutreffen, wo sie sich von Nasensekret, Speichel und Tränen ernähren. Die tagaktiven Fliegen verbringen die Nächte und einen Großteil des Tages auf Vegetation oder Strukturen wie Zaunpfählen in der Nähe ihrer Wirte. Die Imagines von *Musca autumnalis* gelten als Lästlinge und Überträger von veterinärmedizinisch bedeutsamen Erkrankungen des Viehs. Die Larven der Stallfliege sind apode Maden mit zylindrischem Körperquerschnitt. Ihre Entwicklung findet ausschließlich im Kot verschiedener Weidegänger statt, wo sie sich saprophag ernähren. Die Larvalentwicklung durchläuft drei Stadien, bevor sich die Larve im Boden verpuppt. Die Entwicklungsgeschwindigkeit von *Musca autumnalis* ist stark temperaturabhängig. Die Weibchen legen ihre Eier vertikal in das Brutsubstrat ab, wobei die Anzahl der Eier zwischen 16 und 36 variiert, abhängig von der Körpergröße des Weibchens. Die Weibchen paaren sich in der Regel zwei bis vier Tage nach dem Ausschlüpfen. Unter mitteleuropäischen Verhältnissen werden von April bis Oktober vier bis fünf Generationen ausgebildet. Im Herbst suchen die Stallfliegen häufig Überwinterungsquartiere in Häusern auf. Männliche Stallfliegen haben einen im Vergleich zu den Weibchen etwas dunkleren, blau-grauen Thorax. Die Augen der männlichen Stallfliegen berühren sich fast, während sie bei den Weibchen durch einen breiten Zwischenraum getrennt sind.[1]
Tagaktive *Musca autumnalis* verbringen die Nacht und den größten Teil des Tages auf Vegetation oder Strukturen wie Zaunpfählen in der Nähe ihrer Wirte, vor allem Rinder und Pferde. Die Weibchen ernähren sich von Nasensekret, Speichel und Tränen der Wirte, um Proteine zu gewinnen. Die Paarung erfolgt im Frühjahr direkt nach dem Verlassen der Überwinterungsquartiere.[1]
Während die Larven der Stallfliege aufgrund ihrer saprophagen Ernährungsweise eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen, gelten die Imagines von *Musca autumnalis* als Lästlinge und Überträger von veterinärmedizinisch bedeutsamen Erkrankungen des Viehs. Die Larven entwickeln sich im Kot verschiedener Weidegänger wie Rinder, Pferde oder Schafe.[1]
Die Imagines von *Musca autumnalis*, auch als Stallfliege oder Augenfliege bekannt, gelten als Lästlinge und Überträger von veterinärmedizinisch bedeutsamen Erkrankungen des Viehs. Die Larven hingegen spielen aufgrund ihrer saprophagen Ernährungsweise eine wichtige Rolle im Ökosystem. Die Stallfliege kann als Vektor für das Bakterium *Moraxella bovis* fungieren, welches die infektiöse bovine Keratoconjunctivitis (IBK) auslöst, die bei Kälbern zu Gewichtsverlust führen kann.[1] Des Weiteren kann *M. autumnalis* Nematoden der Gattung *Thelazia* übertragen, welche die Augen schädigen und Entzündungen verursachen können; absterbende Nematoden können sekundäre Infektionen im Auge hervorrufen. Zur direkten Bekämpfung von Stallfliegen in Gebäuden eignen sich UV-Lichtfallen, Fliegenfallen, Insektensprays und Fliegenstrips. UV-Lichtfallen gewährleisten bei sachgemäßer Anwendung einen umwelt- und anwenderfreundlichen Insektenschutz. In Viehzuchtbetrieben können spezielle Fraßköder eingesetzt werden. Es gibt auch topische Formulierungen für Rinder, die synthetische Wirkstoffe (z.B. Pyrethroide, Organophosphate) mit ätherischen Ölen kombinieren, um sowohl abtötend als auch repellierend gegen *Musca autumnalis* zu wirken. Eine andere Methode zur Bekämpfung von Fliegenlarven ist die orale Verabreichung von Benzoylharnstoff-Derivaten an Warmblüter, wodurch der Kot für die Larven toxisch wird.[2]
Die Imagines von *Musca autumnalis* gelten als Lästlinge und Überträger von veterinärmedizinisch bedeutsamen Erkrankungen des Viehs. So kann die Stallfliege beispielsweise das Bakterium *Moraxella bovis* übertragen, welches die infektiöse bovine Keratokonjunktivitis (IBK) hervorruft. Diese Erkrankung führt bei Kälbern zu Gewichtsverlusten. Daneben überträgt die Stallfliege auch Nematoden der Gattung *Thelazia*, welche die Augen schädigen und Entzündungen hervorrufen können. Absterbende Nematoden im Auge können sekundäre Infektionen verursachen.[1] Um die Entwicklung von Fliegenlarven zu verhindern, können Benzoylharnstoff-Derivate oral an Warmblüter verabreicht werden, was den Kot für die Larven von *Musca autumnalis* toxisch macht. Es gibt auch topische Formulierungen für Rinder, die synthetische Wirkstoffe mit ätherischen Ölen kombinieren, um Ektoparasiten wie Zecken und *Musca autumnalis* abzutöten oder abzuwehren.[2]