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Lexikon-Eintrag
Goldtuepfelfarn Phlebodium aureum
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Taxonomie
Reich
Pflanzen (Plantae)
Stamm
Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse
Polypodiopsida (Polypodiopsida)
Ordnung
Polypodiales (Polypodiales)
Familie
Polypodiaceae
Gattung
Phlebodium
Art
Phlebodium aureum
Wissenschaftlicher Name
Phlebodium aureum (L.) J.Sm.
Akzeptierter Name
Einleitung
*Phlebodium aureum*, auch bekannt als Goldtüpfelfarn, ist eine epiphytische Farnart aus der Familie der Tüpfelfarngewächse (Polypodiaceae). Charakteristisch für diesen Farn sind seine lang kriechenden Rhizome, die dicht mit rötlichen bis goldenen Schuppen bedeckt sind, sowie seine immergrünen, tief gefiederten Wedel von 30–130 cm Länge mit hellgrünen bis blaugrün schimmernden Blattspreiten.[1] Synonyme sind unter anderem *Polypodium aureum* L. und *Polypodium leucatomos* Poir.[1]
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Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Fakten (kompakt)
- *Phlebodium aureum* ist tetraploid mit 2n=148 Chromosomen.[5] - Die Art wird in zwei Varietäten unterteilt: *Phlebodium aureum* var. *aureum* und *Phlebodium aureum* var. *areolatum* (oft als separate Art *P. pseudoaureum* behandelt). - Die Sori von *Phlebodium* befinden sich entlang der Mittelrippen der Wedel. - *Phlebodium aureum* bevorzugt teilweise Schatten und feuchte, gut durchlässige, saure Substrate mit hoher Luftfeuchtigkeit. - Die Art ist anfällig für Schädlinge wie Spinnmilben und Wurzelfäule in der Kultivierung. - *Phlebodium aureum* ist tolerant gegenüber etwas Salzsprühnebel. - Die Vermehrung erfolgt über Sporen, die in Sori entlang der Wedelmittelrippen getragen werden, und breitet sich langsam durch Rhizome aus. - *Phlebodium aureum* ist eine beliebte, pflegeleichte Zierpflanze in USDA-Zonen 8b–13b.[5]
Name & Einordnung
*Phlebodium aureum*, bekannt als Goldtüpfelfarn, wurde erstmals 1753 von Carl Linnaeus als *Polypodium aureum* beschrieben. John Smith übertrug die Art 1841 in die Gattung *Phlebodium*. Der Gattungsname *Phlebodium* leitet sich vom griechischen Wort 'phlebos' (Ader) ab und bezieht sich auf die deutliche Nervatur der Blattwedel. Das Artepitheton *aureum* stammt aus dem Lateinischen und bedeutet 'golden' und bezieht sich auf die goldbraune Farbe der Schuppen, die die Rhizome bedecken.[1] Synonyme für *Phlebodium aureum* umfassen *Polypodium aureum* L. (1753), *Polypodium leucatomos* Poir. (1804), *Chrysopteris aurea* (L.) Link (1841), *Pleopeltis aurea* (L.) C. Presl (1836) und *Phlebodium microdictyum* T. Moore (1861). Im Deutschen ist die Art als Goldtüpfelfarn bekannt. Zu den englischen Trivialnamen gehören Golden Polypody, Gold-Foot Fern und Rabbit's Foot Fern. *Phlebodium aureum* wird innerhalb der Familie der Tüpfelfarngewächse (Polypodiaceae), Unterfamilie Polypodioideae und der Gattung *Phlebodium* eingeordnet. Die Gattung *Phlebodium* unterscheidet sich von *Polypodium* hauptsächlich durch die Morphologie der Rhizome und Sori.[1] Es werden zwei Varietäten von *Phlebodium aureum* unterschieden: *Phlebodium aureum* var. *aureum* und *Phlebodium aureum* var. *areolatum*.[1] Letztere wird oft als separate Art, *P. pseudoaureum*, behandelt und unterscheidet sich hauptsächlich durch Unterschiede in der Wedelteilung und Verbreitung.[1]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
*Phlebodium aureum*, auch bekannt als Goldtüpfelfarn, Goldfußfarn oder Hasenfußfarn, ist ein epiphytischer Farn aus der Familie der Polypodiaceae. Charakteristisch sind seine lang kriechenden Rhizome, die dicht mit rötlichen bis goldenen Schuppen bedeckt sind. Die immergrünen Wedel sind tief gefiedert und messen 30–130 cm in der Länge, mit hellgrünen bis blaugrün bereiften Blattspreiten. Die Pflanze hat einen kaskadenartigen Wuchs und erreicht typischerweise eine Höhe von 0,6–1,2 Metern und eine Breite von 0,9–1,8 Metern. Die Wedel entspringen in Abständen entlang des Rhizoms. Das Rhizom ist kriechend, verzweigt und misst 8–15 mm im Durchmesser, gelegentlich bis zu 30 mm. Es ist dicht mit rötlich bis goldbraunen, lanzettlichen Schuppen bedeckt, die 10–20 mm lang sind und einen gezähnten Rand haben. Diese Schuppen tragen zum charakteristischen „fellartigen“ Aussehen der Pflanze bei und helfen bei der Befestigung am Substrat in ihrer epiphytischen Form. Die Wedel sind monomorph, immergrün und bis zu 130 cm lang. Die Blattspreiten sind eiförmig bis elliptisch, fiederschnittig und 10–50 cm breit, mit weniger als 20 Paaren von linearen bis lanzettlichen Segmenten mit ganzrandigen Rändern und abgerundeten Spitzen. Die Segmente haben gewellte Ränder und einen blaugrünen bis graugrünen Farbton, oft kahl bis auf wenige Schuppen in der Nähe der Basis. Die Blattstiele sind dunkelbraun, gelenkig mit dem Rhizom und im Querschnitt rund mit zwei adaxialen Rillen. Die Nervatur ist stark netzartig, mit freien Adern in der Nähe der Ränder und einer Reihe von Costalareolen, die sich zwischen den Adern erstrecken, sowie länglichen polygonalen Areolen, die 1–3 exkurrente eingeschlossene Adern enthalten. Die Sori sind kreisförmig bis länglich, exindusiat und quer auf den Adern in 1–2 unregelmäßigen Reihen entlang jeder Seite der Fieder-Mittelrippen angeordnet, typischerweise zwei pro größerer Areole auf eingeschlossenen Adern, mit einem Durchmesser von etwa 2 mm. Die Sporen sind warzig.[1]
Beschreibung
*Phlebodium aureum*, bekannt als Goldtüpfelfarn, ist ein epiphytischer Farn aus der Familie der Tüpfelfarngewächse (Polypodiaceae). Er zeichnet sich durch seine langkriechenden Rhizome aus, die dicht mit rötlichen bis goldenen Schuppen bedeckt sind, sowie durch seine immergrünen Wedel, die tief gefiedert sind. Die Wedel erreichen eine Länge von 30–130 cm und haben hellgrüne bis blaugrüne Blätter.[1] Typischerweise wächst *P. aureum* als Epiphyt auf Baumstämmen und Ästen, besonders an den Blattbasen von Palmen wie *Sabal palmetto*. Er kann aber auch terrestrisch in humusreichen Böden oder auf Felsen in schattigen, feuchten Umgebungen wachsen. Die Art ist in den tropischen und subtropischen Regionen Amerikas beheimatet. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den Südosten Nordamerikas, einschließlich Florida und Georgia, durch die Westindischen Inseln, Mexiko, Zentralamerika und bis nach Nord- und Südamerika bis nach Brasilien und Argentinien. Eingeführte Populationen gibt es auf den Kanarischen Inseln, Hawaii und Teilen Afrikas und Asiens.[1] Ökologisch ist *P. aureum* an Halbschatten und feuchte, gut durchlässige, saure Substrate mit hoher Luftfeuchtigkeit angepasst. Er zeigt eine gewisse Toleranz gegenüber Salzsprühnebel, ist aber anfällig für Schädlinge wie Spinnmilben und Wurzelfäule in der Kultivierung. Die Vermehrung erfolgt über Sporen, die in Sori entlang der Wedelmittelrippen gebildet werden, und die Ausbreitung erfolgt langsam über Rhizome. Dies macht ihn zu einer beliebten, pflegeleichten Zierpflanze in Schattenbeeten, Containern und als Zimmerpflanze in den USDA-Zonen 8b–13b. Als Tetraploider (2n=148) ist er wahrscheinlich aus Hybridisierungsereignissen mit verwandten Arten hervorgegangen, was zu seiner morphologischen Variabilität beiträgt.[1] Es gibt zwei anerkannte Varietäten: *var. aureum* und *var. areolatum*. Der Gattungsname *Phlebodium* leitet sich vom griechischen Wort *phlebos* (Ader) ab und bezieht sich auf die auffälligen Aderungsmuster in den Wedeln. Das Artepitheton *aureum* ist lateinisch für golden und bezieht sich auf die goldbraune Färbung der Schuppen, die die Rhizome bedecken. *Phlebodium aureum* wurde erstmals 1753 von Carl Linnaeus in seinem Werk *Species Plantarum* unter dem Namen *Polypodium aureum* beschrieben. John Smith übertrug die Art 1841 in die Gattung *Phlebodium*. Die Gattung *Phlebodium* unterscheidet sich von *Polypodium* hauptsächlich durch die Morphologie der Rhizome und Sori. *Phlebodium* hat dicke, kriechende Rhizome, die dicht mit rötlichen bis goldenen, lanzettlichen Schuppen bedeckt sind, während *Polypodium* typischerweise weniger auffällige, schuppige Rhizome mit schmaleren Schuppen hat. Die Sori von *Phlebodium* befinden sich in extrakostalen Areolen, die jeweils typischerweise von zwei Adern versorgt werden und glatt und abgerundet erscheinen, im Gegensatz zur variableren Sorusplatzierung bei *Polypodium*.[1]
Verhalten
Als epiphytische Art besiedelt *Phlebodium aureum* Baumstämme und Äste, wodurch die strukturelle Komplexität von Waldkronen erhöht wird. Diese Positionierung ermöglicht es ihm, Teil von Epiphytengemeinschaften zu werden, die Mikrohabitate für Arthropoden und kleinere Organismen schaffen und so die Artenvielfalt der Baumkronen unterstützen. Die Vermehrung erfolgt über windverbreitete Sporen, die in Sori auf der Unterseite der Wedel produziert werden, was die Besiedlung neuer Phorophyten ohne tierische Zwischenwirte ermöglicht.[4] Im Gegensatz zu vielen Landpflanzen fehlen *P. aureum* Mykorrhiza-Symbiosen, stattdessen ist sie auf atmosphärische Einträge und Kronenauswaschungen zur Nährstoffaufnahme angewiesen. In natürlichen Umgebungen erfährt der Farn Herbivorie durch Insekten, was die Wedelintegrität beeinträchtigen kann, obwohl detaillierte Studien zu spezifischen Konsumenten begrenzt bleiben. Übermäßige Feuchtigkeit kann auch Pilzpathogene fördern, die in längeren feuchten Perioden zu Fäulnis führen. Diese Interaktionen unterstreichen seine Integration in dynamische Waldprozesse, wo er sowohl die Dynamik der Gemeinschaft unterstützt als auch auf sie reagiert.[4]
Ökologie
*Phlebodium aureum* ist ein epiphytischer Farn, der auf Baumstämmen und Ästen wächst und so die strukturelle Komplexität von Waldkronen erhöht. Dadurch kann er Teil von Epiphyten-Gemeinschaften werden, die Mikrohabitate für Arthropoden und kleinere Organismen schaffen und so die Artenvielfalt im Kronendach unterstützen. Der Farn trägt zum Nährstoffkreislauf bei, indem er seine Wedel und Rhizomreste zersetzt, wodurch organische Stoffe und wichtige Mineralien wieder in das Ökosystem gelangen, insbesondere in nährstoffarmen Kronenbereichen. Darüber hinaus trägt sein Vorhandensein dazu bei, Wasser und Nährstoffe in den oberen Waldschichten anzusammeln, wodurch Bedingungen für assoziierte Arten geschaffen werden. Die Vermehrung erfolgt über windverbreitete Sporen, die in Sori auf der Unterseite der Wedel produziert werden, was die Besiedlung neuer Phorophyten ohne tierische Zwischenwirte ermöglicht.[1] Im Gegensatz zu vielen Landpflanzen fehlen *P. aureum* Mykorrhiza-Symbiosen und ist stattdessen auf atmosphärische Einträge und Kronenauswaschungen zur Nährstoffaufnahme angewiesen. In natürlichen Umgebungen wird der Farn von Insekten gefressen, was die Unversehrtheit der Wedel beeinträchtigen kann, obwohl detaillierte Studien über bestimmte Konsumenten begrenzt sind. Übermäßige Feuchtigkeit kann auch Pilzpathogene fördern, die in längeren feuchten Perioden zu Fäulnis führen. Diese Wechselwirkungen unterstreichen seine Integration in dynamische Waldprozesse, wo er sowohl die Dynamik der Gemeinschaft unterstützt als auch auf sie reagiert.[1]
Bedeutung, Schäden & Prävention
*Phlebodium aureum* wird im Allgemeinen nicht als Schädling oder Lästling betrachtet, sondern als Zierpflanze geschätzt. Sie wird wegen ihrer dekorativen blaugrünen Blätter und kriechenden Rhizome geschätzt, die jedem Innenraum oder schattigen Garten eine tropische Ästhetik verleihen. In ihrer natürlichen Umgebung trägt *Phlebodium aureum* zur strukturellen Komplexität von Waldkronen bei, indem sie auf Baumstämmen und Ästen wächst. Sie trägt zum Nährstoffkreislauf bei, indem sie organische Stoffe und Mineralien durch den Abbau ihrer Wedel und Rhizome freisetzt. Obwohl *Phlebodium aureum* im Allgemeinen nicht schädlich ist, kann sie in der Kultivierung anfällig für bestimmte Schädlinge wie Schildläuse und Spinnmilben sein. Diese Schädlinge können mit Neemöl oder insektizider Seife behandelt werden, nachdem die Pflanze isoliert wurde. Überwässerung kann zu Wurzelfäule führen, die durch gut durchlässige Medien verhindert werden kann. In der traditionellen zentralamerikanischen Volksmedizin wurde *Phlebodium aureum* als Allheilmittel gegen verschiedene Beschwerden eingesetzt. Indigene Gemeinschaften in Regionen wie Honduras und Costa Rica verwendeten Dekokte ihrer Rhizome zur Behandlung von Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Problemen. Rhizomzubereitungen wurden auch traditionell topisch oder oral zur Behandlung von Hautkrankheiten wie Wunden, Geschwüren und Entzündungen wie Psoriasis eingesetzt. Moderne pharmakologische Forschung hat sich auf standardisierte Extrakte aus den Rhizomen und Wedeln konzentriert, die oft als Polypodium leucotomos-Extrakt (PLE) vermarktet werden. PLE weist photoprotektive Wirkungen auf, indem es UV-induzierte DNA-Schäden, Erytheme und oxidativen Stress reduziert. Klinische Studien haben gezeigt, dass die orale Einnahme von PLE die Sonnenbrandreaktionen minimiert und die Repigmentierung bei Vitiligo-Patienten verbessert, wenn sie mit UVB-Phototherapie kombiniert wird. Es gibt keine rechtlichen Aspekte wie Quarantäne- oder Meldepflichten im Zusammenhang mit *Phlebodium aureum*.[3]
Wirtschaftliche Bedeutung
Die wirtschaftliche Bedeutung von *Phlebodium aureum* liegt hauptsächlich in seiner Nutzung als Zierpflanze. Die Beliebtheit dieser Farne im Zierpflanzenhandel beruht auf ihren markanten blaugrünen Wedeln und kriechenden Rhizomen, die eine tropische Ästhetik in Innenräume und schattige Gärten bringen. Sie werden häufig in Töpfen oder Hängekörben kultiviert und tragen so zum Umsatz von Gärtnereien und Gartencentern bei. Darüber hinaus wird *Phlebodium aureum* in Mexiko und Honduras semi-kultiviert, wo es in der Nähe von Wohnstätten zu Zierzwecken angebaut wird.[1] Die Beliebtheit der Farne führte im 19. Jahrhundert während der viktorianischen Farnbegeisterung zu ihrer Kultivierung in europäischen Gewächshäusern.[1]
Biologie & Lebenszyklus
*Phlebodium aureum* vermehrt sich durch einen Generationswechsel, der typisch für Farne ist, mit einer dominanten diploiden Sporophytenphase und einer reduzierten haploiden Gametophytenphase. Der Sporophyt, die sichtbare Pflanze mit Wedeln und Rhizomen, produziert asexuelle Sporen durch Meiose in Sporangien, die in Sori auf der Unterseite der fertilen Wedel angeordnet sind. Die Sori sind rund und in Reihen entlang jeder Seite der Pinna-Mittelrippe angeordnet. Die asexuelle Vermehrung erfolgt hauptsächlich durch Fragmentierung der kriechenden Rhizome, was eine klonale Ausbreitung in geeigneten Habitaten ermöglicht. Die sexuelle Vermehrung beginnt mit der Sporenverbreitung; die Sporen sind monolete, ellipsoid und goldbraun und enthalten Öltröpfchen, die beim Schwimmen helfen. Nach der Landung in feuchter Umgebung keimen die Sporen zu einem Prothallium, dem herzförmigen Gametophyten, der sich über ein Vittaria-artiges Keimungsmuster mit anschließendem Drynaria-artigem Prothalliumwachstum entwickelt. Das Prothallium ist herzförmig bis nierenförmig und trägt einzellige, kopfige Trichome an seinen Rändern und Oberflächen und produziert Gametangien: kugelförmige Antheridien, die biflagellate Spermien freisetzen, und flaschenförmige Archegonien, die Eizellen enthalten. Die Befruchtung erfolgt in stehendem Wasser, was zur Entwicklung eines jungen Sporophyten auf dem Gametophyten führt. Die Sporenkeimung erfordert hohe Luftfeuchtigkeit, Temperaturen von 25–30 °C und Lichteinwirkung unter einer 12-Stunden-Photoperiode, um die Rhizoid- und Filamentbildung einzuleiten, die innerhalb von 30 Tagen zum Laminarstadium fortschreitet. Der Gametophyt erreicht die Reife in 60–120 Tagen, wobei Sporophyten 150–400 Tage nach der Keimung erscheinen. Die Sporenkeimung erfordert hohe Luftfeuchtigkeit, Temperaturen von 25–30 °C und Lichteinwirkung unter einer 12-Stunden-Photoperiode, um die Rhizoid- und Filamentbildung einzuleiten, die innerhalb von 30 Tagen zum Laminarstadium fortschreitet.[1] Die Lebensfähigkeit der Sporen wird unter feuchten Bedingungen verbessert, obwohl spezifische Daten zur Langlebigkeit für *P. aureum* begrenzt sind. Die Vermehrung wird durch Umweltfaktoren beeinflusst, wobei die Sporenproduktion in Regionen mit saisonalen Niederschlägen während der Regenzeit ihren Höhepunkt erreicht, während die Wedel in Gebieten mit ganzjähriger Feuchtigkeit immergrün bleiben, um eine kontinuierliche Sporulation zu unterstützen.[1] Anders als viele Landpflanzen geht *P. aureum* keine Mykorrhiza-Symbiose ein, sondern ist auf atmosphärische Einträge und Kronenauswaschungen angewiesen, um Nährstoffe zu gewinnen. In natürlichen Umgebungen wird der Farn von Insekten gefressen, was die Unversehrtheit der Wedel beeinträchtigen kann, obwohl detaillierte Studien zu spezifischen Konsumenten begrenzt sind; übermäßige Feuchtigkeit kann auch Pilzpathogene fördern, die in längeren feuchten Perioden zu Fäulnis führen.[1]
Vorkommen & Lebensraum
*Phlebodium aureum*, auch bekannt als Goldtüpfelfarn, ist eine epiphytische Farnart, die in den tropischen und subtropischen Regionen Amerikas beheimatet ist. Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Südosten Nordamerikas über die Karibik und Zentralamerika bis ins nördliche Südamerika. Genauer umfasst dies die Küstenebene von Alabama, Georgia und Florida in den Vereinigten Staaten, die Bahamas, Puerto Rico, Kuba und die Kleinen Antillen in der Karibik, Mexiko, Panama, Venezuela, Kolumbien, Brasilien, Paraguay und Argentinien. Außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets wurde *Phlebodium aureum* in verschiedenen subtropischen und tropischen Regionen weltweit eingeführt und kultiviert. Dazu gehören Teile Europas wie die Kanarischen Inseln und Madeira, Asien (Indien und Sri Lanka), Afrika (Südafrika und Madagaskar) und Ozeanien (Hawaii und Queensland, Australien). In einigen Gebieten, wie Florida und der Umgebung von Durban in Südafrika, haben sich verwilderte Populationen etabliert. *Phlebodium aureum* wächst typischerweise als Epiphyt auf Baumstämmen und Ästen, oft in den Blattachseln von Palmen wie *Sabal palmetto*. Sie kann aber auch terrestrisch in humusreichen Böden oder auf Felsen in schattigen, feuchten Umgebungen vorkommen. Die Art bevorzugt tropische und subtropische Klimate mit Durchschnittstemperaturen von 18°C bis 24°C und hoher Luftfeuchtigkeit von 70–90%. Sie benötigt eine beträchtliche jährliche Niederschlagsmenge von 1000–3000 mm, um ihr feuchtigkeitsabhängiges Wachstum zu unterstützen. Der Goldtüpfelfarn ist bis zu den USDA-Zonen 8b–13b winterhart, wobei die Mindesttemperaturen in geschützten Lagen bei etwa -9°C liegen. Allerdings ist er empfindlich gegenüber längerer Kälte unter 10–15°C. Die Art besiedelt verschiedene Mikrohabitate, hauptsächlich als Epiphyt auf Baumstämmen und -ästen, aber auch terrestrisch in sumpfigen Niederungen und Laubwald-Standorten oder lithophytisch auf Felsvorsprüngen in feuchten immergrünen Wäldern. Sie bevorzugt halbschattige bis mäßig helle Standorte mit gefiltertem Sonnenlicht durch das Blätterdach, kann aber auch höhere Lichtintensitäten in feuchten, schattigen Unterholzbereichen vertragen. Terrestrische Formen benötigen gut durchlässige, saure Böden (pH-Wert unter 6,0), die mit Humus und organischem Material angereichert sind. Epiphytische Exemplare haften an rauer Rinde oder Baumrinde und beziehen Nährstoffe und Wasser aus atmosphärischen Quellen und Ablagerungen.[1] Beobachtungsdaten zeigen Vorkommen in den gemäßigten Zonen Europas.[3]
Saisonalität & Aktivität
*Phlebodium aureum* ist immergrün, wodurch die Frondentwicklung kontinuierlich unterstützt wird, solange ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist. In Regionen mit saisonalen Regenfällen erreicht die Sporenproduktion ihren Höhepunkt während der feuchten Perioden. Die Pflanze bevorzugt Temperaturen zwischen 18°C und 24°C und ist frostempfindlich, wobei längere Kälteperioden unter 10–15°C vermieden werden sollten. Die Fähigkeit der Farne, sich an unterschiedliche Feuchtigkeitsbedingungen anzupassen, wird durch ihre dicken, schuppigen Rhizome unterstützt, die bei kurzen Trockenperioden zur Wasserspeicherung beitragen. Allerdings sind sie anfällig für intensive direkte Sonneneinstrahlung und trockene Luft, was zum Einrollen oder Braunwerden der Wedel führen kann, wenn die Luftfeuchtigkeit sinkt.[1] Das öffentliche Interesse an *Phlebodium aureum*, gemessen am Suchinteresse, zeigt saisonale Schwankungen mit einem Höhepunkt im Mai.[2]
Quellen & Referenzen
- https://floranorthamerica.org/Phlebodium_aureum
- Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
- https://www.gbif.org/species/2650479
- https://esajournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1890/ES11-00168.1
- Literaturzusammenfassung: Phlebodium aureum