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Lexikon-Eintrag

Dattelpalme Phoenix

Dattelpalme

Taxonomie

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Liliopsida (Liliopsida)
Ordnung Arecales (Arecales)
Familie Arecaceae
Gattung Phoenix
Art Phoenix
Wissenschaftlicher Name Phoenix L.
Akzeptierter Name

Einleitung

Die Dattelpalmen (*Phoenix*) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Palmengewächse (Arecaceae). Kennzeichnend sind die zu Dornen umgewandelten unteren Blättchen der Fiederblätter. Die etwa 14 Arten gedeihen vorwiegend in trockenen Gebieten der Alten Welt. Wirtschaftlich bedeutend sind die Früchte der Echten Dattelpalme (*Phoenix dactylifera*).[1]

Fakten (kompakt)

- Die unteren Blättchen der Fiederblätter sind zu Dornen umgewandelt, die als Akanthophylle bezeichnet werden. - Die Adern der Blätter verlaufen parallel, wobei die Mittelrippe an der Unterseite meist deutlich sichtbar ist. - Die Blätter tragen häufig Schuppen, und austreibende Blätter sind oft mit einem braunen, flockigen Indument und/oder mit Wachs versehen. - Die männlichen Blüten der Dattelpalme haben drei verwachsene Kelchblätter, die einen flachen Becher bilden. - Die drei Kronblätter der männlichen Blüte sind spitz oder abgerundet und wesentlich länger als der Kelch. - Männliche Blüten haben meist sechs Staubblätter, seltener drei oder neun, mit kurzen, aufrechten Staubfäden, deren Antheren sich seitlich öffnen (latrors). - Ein Stempelrudiment kann in männlichen Blüten fehlen oder besteht aus drei abortiven Fruchtblättern oder einem kleinen, dreilappigen Rest. - Die Pollenkörner der Dattelpalme sind ellipsoidisch, bisymmetrisch oder leicht asymmetrisch, mit einer Keimöffnung in Form eines distalen Sulcus. - Die längste Achse der Pollenkörner misst 17 bis 30 Mikrometer. - Die weiblichen Blüten sind kugelig, mit drei Kelchblättern, die zu einem dreilappigen Becher verwachsen sind. - Die Kronblätter der weiblichen Blüte überlappen einander, sind deutlich genervt und mindestens doppelt so lang wie der Kelch. - Weibliche Blüten haben meist sechs Staminodien. - Die drei Fruchtblätter der weiblichen Blüte sind nicht miteinander verwachsen, eiförmig und enden in einer kurzen Narbe. - Die Samenanlage ist adaxial an der Basis des Fruchtblattes befestigt und ist anatrop. - Die Frucht ist meist eine eiförmige bis längliche Beere, bei der die Narbe apikal erhalten bleibt. - Das Exokarp der Frucht ist glatt, das Mesokarp fleischig und das Endokarp häutig. - Der Samen ist länglich, mit homogenem Endosperm, das nur selten gefurcht ist (wie bei *Phoenix andamanensis*). - Das Primärblatt ist ungeteilt und schmal lanzettlich. - Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32 oder 36. - *Phoenix paludosa* wächst am landseitigen Rand von Mangrovenwäldern. - *Phoenix roebelenii* ist ein Rheophyt am Mekong und wächst in Fließgewässern. - Die Gattung *Phoenix* bildet alleine die Tribus Phoeniceae innerhalb der Unterfamilie Coryphoideae. - Die Schwestergruppe der Tribus Phoeniceae ist nicht gesichert, aber einige Studien deuten auf eine enge Verwandtschaft mit den Triben Trachycarpeae, Sabaleae und Cryosophileae hin.[1]

Name & Einordnung

Die Gattung *Phoenix* wurde 1753 von Carl von Linné in seinem Werk *Species Plantarum*, Tomus II, Seite 1188, und 1754 in *Genera Plantarum*, 5. Auflage, aufgestellt.[1] Der Gattungsname *Phoenix* ist die latinisierte Schreibweise des altgriechischen Namens für Dattelpalme bzw. Palme allgemein. Dieser Name ist Bestandteil etlicher weiterer Gattungsnamen von Palmen.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Phoenix*-Arten sind zwergwüchsige bis große, kriechende bis aufrechte, bewehrte Palmen. Sie können einzel- oder mehrstämmig sein. Der Stamm ist häufig von den schraubig angeordneten Blattbasen eingehüllt. Die Blätter sind induplikat (V-förmig gefaltet) und gefiedert und verwelken vor dem Abfallen. Die Blattscheide bildet ein faseriges Netzwerk. Der Blattstiel ist sehr kurz oder auch gut entwickelt. An der Oberseite (adaxial) ist er gefurcht bis flach oder gerippt, die Unterseite (abaxial) ist abgerundet. Die Rhachis ist lang, allmählich verschmälert, adaxial rund oder flach. Sie endet mit einem Blättchen. Die Blättchen sind einfach gefaltet, spitz, stehen regelmäßig oder gruppiert. Die untersten sind zu Dornen umgewandelt und werden Akanthophylle genannt. Die Adern verlaufen parallel, die Mittelrippe ist an der Unterseite meist deutlich sichtbar. Die Blätter tragen häufig Schuppen, austreibende Blätter sind oft mit einem braunen, flockigen Indument und/oder mit Wachs versehen.[1]

Beschreibung

*Phoenix*-Arten sind Palmen, die von zwergwüchsigen bis zu großen Formen reichen und sowohl kriechend als auch aufrecht wachsen können. Sie sind durch ihre Bewehrung charakterisiert. Die Palmen können einzel- oder mehrstämmig sein. Der Stamm ist oft von den schraubig angeordneten Blattbasen eingehüllt. Die Blätter der *Phoenix*-Arten sind induplikat, was bedeutet, dass sie V-förmig gefaltet sind. Sie sind gefiedert und verwelken, bevor sie abfallen. Die Blattscheide bildet ein faseriges Netzwerk. Der Blattstiel kann sehr kurz oder gut entwickelt sein. An der Oberseite (adaxial) ist er gefurcht bis flach oder gerippt, während die Unterseite (abaxial) abgerundet ist. Die Rhachis ist lang und verschmälert sich allmählich, adaxial rund oder flach. Sie endet mit einem Blättchen. Die Blättchen sind einfach gefaltet, spitz und stehen regelmäßig oder gruppiert. Die untersten Blättchen sind zu Dornen umgewandelt und werden als Akanthophylle bezeichnet. Die Adern verlaufen parallel, wobei die Mittelrippe an der Unterseite meist deutlich sichtbar ist. Die Blätter tragen häufig Schuppen, und austreibende Blätter sind oft mit einem braunen, flockigen Indument und/oder mit Wachs versehen. *Phoenix*-Arten sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Die Blütenstände stehen zwischen den Blättern und sind einfach verzweigt. Männliche und weibliche Blütenstände sind einander ähnlich. Der Blütenstandsstiel ist abgeflacht, kurz bis lang. Bei weiblichen Blütenständen verlängert er sich häufig nach der Befruchtung der Blüten. Das Vorblatt ist häufig stabförmig, manchmal zweiklappig, und kann kahl oder flockig behaart sein. Andere Hochblätter sind unauffällig. Die Blütenstandsachse ist abgeflacht und meist kürzer als der Stiel. Die Seitenachsen sind unverzweigt, zahlreich und stehen häufig in Gruppen schraubig entlang der Achse. An den Seitenachsen stehen schraubig angeordnet dreieckige Hochblätter, in deren Achsel je eine einzelne Blüte sitzt.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Es liegen keine Informationen über die Bedeutung der Dattelpalme (*Phoenix*) als Schädling, Lästling oder Nützling vor. Daher kann keine Aussage über Schadpotenzial, typische Schadbilder, medizinische Relevanz, Befallsanzeichen, Präventionsmaßnahmen, Monitoring-Methoden oder Bekämpfungsmaßnahmen getroffen werden. Ebenso liegen keine Informationen zu integrierter Schädlingsbekämpfung oder rechtlichen Aspekten vor.

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Früchte der Echten Dattelpalme (*Phoenix dactylifera*) sind wirtschaftlich bedeutend.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Die Dattelpalmen (*Phoenix*) sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch), was bedeutet, dass männliche und weibliche Blüten auf unterschiedlichen Pflanzen vorkommen. Die Blütenstände entwickeln sich zwischen den Blättern und sind einfach verzweigt. Männliche und weibliche Blütenstände ähneln einander. Der Blütenstandsstiel ist abgeflacht und variiert in der Länge. Bei weiblichen Blütenständen verlängert sich der Stiel oft nach der Befruchtung. Das Vorblatt ist meist stabförmig und kann manchmal zweiklappig sein; es ist kahl oder flockig behaart. Die Blütenstandsachse ist abgeflacht und kürzer als der Stiel. Die Seitenachsen sind unverzweigt, zahlreich und stehen oft in Gruppen schraubig entlang der Achse. An den Seitenachsen stehen schraubig angeordnete, dreieckige Hochblätter, in deren Achsel sich jeweils eine einzelne Blüte befindet. Die männlichen Blüten haben drei verwachsene Kelchblätter, die einen flachen Becher bilden. Die drei Kronblätter sind spitz oder abgerundet und deutlich länger als der Kelch. Es gibt meist sechs Staubblätter, selten drei oder neun, mit kurzen, aufrechten Staubfäden. Die Antheren sind gerade und öffnen sich seitlich. Ein Stempelrudiment kann fehlen oder besteht aus drei abortiven Fruchtblättern oder einem kleinen, dreilappigen Rest. Die Pollenkörner sind ellipsoidisch, bisymmetrisch oder leicht asymmetrisch mit einem distalen Sulcus als Keimöffnung; die längste Achse misst 17 bis 30 Mikrometer. Die weiblichen Blüten sind kugelig. Die drei Kelchblätter sind zu einem dreilappigen Becher verwachsen. Die Kronblätter überlappen einander, sind deutlich genervt und mindestens doppelt so lang wie der Kelch. Es gibt meist sechs Staminodien. Die drei Fruchtblätter sind nicht miteinander verwachsen, eiförmig und enden in einer kurzen Narbe. Die Samenanlage ist adaxial an der Basis des Fruchtblattes befestigt und anatrop. Die Frucht entwickelt sich meist nur aus einem Fruchtblatt und ist eine eiförmige bis längliche Beere, bei der die Narbe apikal erhalten bleibt. Das Exokarp ist glatt, das Mesokarp fleischig und das Endokarp häutig. Der Samen ist länglich, das Endosperm homogen, nur selten gefurcht (wie bei *Phoenix andamanensis*). Das Primärblatt ist ungeteilt und schmal lanzettlich.[1]

Vorkommen & Lebensraum

Die Gattung *Phoenix* hat ein weites Verbreitungsgebiet, das sich von den atlantischen Inseln vor Afrika über ganz Afrika einschließlich Madagaskar, Kreta und die südliche Türkei bis zum Nahen und Mittleren Osten und Indien erstreckt. Weiterhin kommt sie bis nach Hongkong, Taiwan, den nördlichen Philippinen und im Südosten bis zur Malaiischen Halbinsel und Nord-Sumatra vor. Die meisten Arten der Gattung *Phoenix* wachsen in semiariden Gebieten, jedoch immer in der Nähe von Wasserläufen, Oasen oder ausreichend Grundwasser. Einige Arten wachsen in Gebieten des tropischen Monsuns. *Phoenix paludosa* wächst am landseitigen Rand von Mangrovenwäldern. *Phoenix roebelenii* ist ein Rheophyt am Mekong und wächst somit in Fließgewässern. *Phoenix theophrasti* kommt nur auf Kreta und in der südwestlichen Türkei vor.[1]

Saisonalität & Aktivität

Das aggregierte Suchinteresse für Dattelpalmen in Deutschland zeigt saisonale Schwankungen mit Höhepunkten im April und Mai.[2] Das durchschnittliche Suchinteresse ist in diesen Monaten mit 48,95 bzw. 46,77 am höchsten. Die geringste Suchaktivität wurde im Dezember mit einem Durchschnitt von 19,36 und im August mit 23,27 verzeichnet. Diese Daten spiegeln möglicherweise die Zeit wider, in der die Menschen am meisten an der Kultivierung oder dem Konsum von Datteln interessiert sind.[2]

Quellen & Referenzen

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Dattelpalmen
  2. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)