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Lexikon-Eintrag
Saugmilben Psoroptes
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Taxonomie
Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung
Hornmilben (Sarcoptiformes)
Familie
Psoroptidae
Gattung
Psoroptes
Art
Psoroptes
Wissenschaftlicher Name
Psoroptes Gervais, 1841
Akzeptierter Name
Einleitung
Die Saugmilben (*Psoroptes*) sind eine Gattung der Milben innerhalb der Familie Psoroptidae. Diese Milben leben parasitär auf der Haut ihrer Wirte und ernähren sich saugend von deren Körpersäften. Die von ihnen ausgelöste Erkrankung wird als Psoroptes-Räude bezeichnet.[1]
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Fakten (kompakt)
- Tetrahydrothiophen-Derivate zeigten in In-vitro-Tests eine akarizide Wirkung gegen *Psoroptes cuniculi*. - Sulfongruppen in Tetrahydrothiophenen können die akarizide Aktivität verbessern. - Halogensubstitution am Phenylring von Tetrahydrothiophenen kann die Aktivität ebenfalls steigern. - Die molekulare Modellierung zeigt, dass Tetrahydrothiophen-Sulfone Wasserstoffbrückenbindungen und Halogenbindungen mit Acetylcholinesterase (AChE) bilden können. - Die Entwicklung neuer Mittel gegen Milben ist wichtig, da Milben zunehmend resistent gegen bestehende Medikamente werden.[3]
Name & Einordnung
Die Saugmilben, wissenschaftlich als *Psoroptes* Gervais, 1841 bekannt, bilden eine Gattung innerhalb der Milben (Acari) und der Familie Psoroptidae. Die Gattung wurde 1841 von Paul Gervais erstbeschrieben. Synonyme für *Psoroptes* sind *Psoroptes bovis*[1] und *Psoroptes equi*. Der deutsche Trivialname ist Saugmilben.[1]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Adulte Saugmilben (*Psoroptes*) haben eine ovale Körperform. Weibliche Individuen erreichen eine Länge von bis zu 0,8 mm. Das Gnathosoma adulter Tiere ist länger als breit und läuft spitz aus. Die Beine sind relativ lang und tragen einen dreigliedrigen Prätarsus mit trompetenartiger Haftglocke. Die Entwicklung der Saugmilben verläuft über das Ei, die Larve, die Proto- und die Tritonymphe. Die Arten der Saugmilben wurden in erster Linie nach der Wirtsart und dem befallenen Organ unterschieden. Daneben wurden sie nach einem morphologischen Merkmal, der Länge einiger Borsten auf dem Hinterleib (Opisthosoma) adulter Männchen, unterschieden. Neuere Arbeiten haben jedoch gezeigt, dass die morphologischen Merkmale zwischen den verschiedenen Arten breit überlappen. Auch genetisch sind die Arten im Wesentlichen nicht unterscheidbar.[3] Marker auf der mitochondrialen DNA und Untersuchungen von Mikrosatelliten erbrachten keine verlässlichen Unterscheidungsmerkmale.[4][5]
Beschreibung
Die Saugmilben der Gattung *Psoroptes* sind Parasiten, die auf der Haut von Wirten leben und sich von deren Körpersäften ernähren. Adulte *Psoroptes*-Milben haben eine ovale Körperform. Weibliche Individuen erreichen eine Länge von bis zu 0,8 mm. Das Gnathosoma, der Mundwerkzeug-Komplex, ist länger als breit und läuft spitz zu. Die Beine sind relativ lang und enden in einem dreigliedrigen Prätarsus mit einer trompetenartigen Haftglocke. Die Entwicklung der Milben verläuft über die Stadien Ei, Larve, Proto- und Tritonymphe. Die von *Psoroptes* ausgelöste Erkrankung wird als Psoroptes-Räude bezeichnet.[6]
Ökologie
Saugmilben der Gattung *Psoroptes* sind Parasiten, die auf der Haut ihrer Wirte leben und sich von deren Körpersäften ernähren. Die von ihnen ausgelöste Erkrankung wird als Psoroptes-Räude bezeichnet.[7] *Psoroptes cuniculi* parasitiert hauptsächlich in den Ohrkanälen von Tieren, kann aber auch andere Arten befallen. Tiere, die mit *Psoroptes cuniculi* infiziert sind, reduzieren ihre Nahrungsaufnahme aufgrund von Juckreiz bedingtem Stress, was zu einer deutlichen Verringerung des Körpergewichts führt. Bei Pelztieren verschlechtert sich die Qualität ihres Leders aufgrund von Hautschäden erheblich, was zu einer erheblichen Reduzierung des wirtschaftlichen Wertes führt. Zuchtweibchen können aufgrund ihres schlechten körperlichen Zustands eine verminderte Empfängnisrate, Fehlgeburten oder schwachen Nachwuchs erleben. In extremen Fällen können schwere Infektionen systemische Infektionen oder sekundäre bakterielle Infektionen verursachen, die direkt zum Tod des Tieres führen können.[8]
Bedeutung, Schäden & Prävention
Saugmilben der Gattung *Psoroptes* sind Schädlinge, die bei verschiedenen Tierarten Räude verursachen können. Die Milben schädigen die Haut der Wirte durch ihre Mundwerkzeuge und Bewegung, was zu Pruritus (Juckreiz) und Stress führt. Infizierte Tiere reduzieren ihre Futteraufnahme, was zu Gewichtsverlust führt. Bei Pelztieren kann die Qualität des Fells durch Hautschäden erheblich beeinträchtigt werden, was den wirtschaftlichen Wert mindert. Zuchtweibchen können verminderte Konzeptionsraten, Fehlgeburten oder schwachen Nachwuchs erfahren. In schweren Fällen können systemische oder bakterielle Sekundärinfektionen zum Tod des Tieres führen. Chemische Arzneimittel sind die primäre Maßnahme zur Behandlung von Räude, wobei häufig Organochlorverbindungen, Organophosphate, Pyrethroide und Avermectine eingesetzt werden. Allerdings hat der langfristige und extensive Einsatz dieser Mittel zur Entwicklung von Arzneimittelresistenzen bei Milben geführt. Darüber hinaus können Arzneimittelrückstände in den Körpern der Tiere in die menschliche Nahrungskette gelangen und eine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen. Es besteht ein dringender Bedarf an neuen Akariziden mit hoher Wirksamkeit, geringer Toxizität und Umweltfreundlichkeit.[3]
Wirtschaftliche Bedeutung
*Psoroptes cuniculi*-Infektionen können bei Tieren zu Pruritus-induziertem Stress führen, was die Nahrungsaufnahme reduziert und zu einer signifikanten Verringerung des Körpergewichts führt. Bei Pelztieren kann die Qualität des Fells aufgrund von Hautschäden stark beeinträchtigt werden, was zu einer erheblichen Reduzierung des wirtschaftlichen Werts führt. Zuchtweibchen können aufgrund ihres schlechten körperlichen Zustands eine verminderte Empfängnisrate, Fehlgeburten oder schwachen Nachwuchs erleiden. In extremen Fällen können schwere Infektionen systemische Infektionen oder sekundäre bakterielle Infektionen verursachen, die direkt zum Tod des Tieres führen können. Die durch *Psoroptes cuniculi* verursachte Räude ist zu einer globalen Tierseuche geworden und bleibt einer der wichtigsten Engpässe, die die nachhaltige Entwicklung der Tierhaltung einschränken.[8]
Biologie & Lebenszyklus
Saugmilben der Gattung *Psoroptes* sind Parasiten, die auf der Haut ihrer Wirte leben und sich von deren Körpersäften ernähren. Die Entwicklung von *Psoroptes* verläuft über folgende Stadien: Ei, Larve, Proto- und Tritonymphe. Adulte weibliche Tiere erreichen eine Länge von bis zu 0,8 mm. Die Beine der Milben sind relativ lang und tragen einen dreigliedrigen Prätarsus mit trompetenartiger Haftglocke.[3]
Vorkommen & Lebensraum
Die Saugmilben der Gattung *Psoroptes* sind Parasiten, die auf der Haut von Wirten leben und sich von deren Körpersäften ernähren. Die genaue ursprüngliche Verbreitung von *Psoroptes* ist schwer zu bestimmen, da sie eng mit der Verbreitung ihrer Wirte, insbesondere von Nutztieren, verbunden ist.[3] *Psoroptes* spp. sind weltweit verbreitet, insbesondere in Regionen mit intensiver Tierhaltung. Sie kommen auf allen Kontinenten vor, einschließlich Europa, Asien, Afrika, Nord- und Südamerika. In Europa sind *Psoroptes*-Arten weit verbreitet, einschließlich in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region). Die Ausbreitung der Milben erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt zwischen Wirten, aber auch indirekt über kontaminierte Gegenstände wie Zäune oder Stalleinrichtungen. *Psoroptes* Milben befallen hauptsächlich Nutztiere wie Rinder, Schafe, Pferde und Kaninchen, können aber auch Wildtiere befallen. Sie sind nicht auf bestimmte Habitate beschränkt, sondern kommen überall dort vor, wo ihre Wirte leben, einschließlich Weiden, Ställen und Gehegen. Es gibt keine Hinweise darauf, dass *Psoroptes* in natürlichen Habitaten wie Wäldern oder spezifischen Vegetationszonen vorkommen, abgesehen von der Anwesenheit ihrer Wirte. Ebenso gibt es keine Belege für ein Vorkommen in Siedlungsbereichen oder Gebäuden, außer in direktem Zusammenhang mit Tierhaltung. Informationen zur Vertikalverbreitung (Höhenstufen) von *Psoroptes* liegen nicht vor.[3]
Saisonalität & Aktivität
Informationen zur Saisonalität und Aktivität von *Psoroptes* spp. sind begrenzt. Das öffentliche Interesse an Saugmilben, gemessen anhand von Suchanfragen, zeigt tendenziell einen Höhepunkt im November.[2] Es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Belege in den vorliegenden Quellen, die diese Beobachtung bestätigen könnten. Weitere Forschung ist erforderlich, um die saisonalen Muster und Verhaltensweisen dieser Milben vollständig zu verstehen.
Quellen & Referenzen
- https://www.gbif.org/species/2181884
- Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
- https://de.wikipedia.org/wiki/Saugmilben
- M. Zahler, W. M. Hendrikx, A. Essig, H. Rinder, R. Gothe: Species of the genus Psoroptes (Acari: Psoroptidae): a taxonomic consideration. In: Experimental and Applied Acarology. 24(3), 2000, S. 213–225.
- K. R. Pegler, L. Evans, J. R. Stevens, R. Wall: Morphological and molecular comparison of hostderived populations of parasitic Psoroptes mites. In: Medical and Veterinary Entomology. 19, 2005, S. 392–403.
- Page 1 of the provided encyclopedia text
- Georg von Samson-Himmelstjerna, Horst Zahner, Johannes Eckert, Peter Deplazes: Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin. 3. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2012, ISBN 978-3-8304-1205-2, S. 418.
- RSC Adv., 2025, 15, 39028-39036