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Lexikon-Eintrag

Kugelspinnen Steatoda triangulosa

Kugelspinnen
Lästling

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung Webspinnen (Araneae)
Familie Theridiidae
Gattung Steatoda
Art Steatoda triangulosa
Wissenschaftlicher Name Steatoda triangulosa (Walckenaer, 1802)
Akzeptierter Name

Einleitung

Steatoda triangulosa (Walckenaer, 1802), im deutschsprachigen Raum oft als Kugelspinne bezeichnet, ist eine Art aus der Familie der Kugelspinnen (Theridiidae).[1][2] Die ursprünglich vermutlich aus Eurasien stammende Webspinne ist heute fast weltweit verbreitet und besiedelt in nördlichen Regionen häufig das Innere von Gebäuden. Aufgrund ihres Vorkommens in Häusern wird die Art oft als Lästling eingeordnet.[1]

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Zuletzt am 24.06.2026
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Fakten (kompakt)

- Die locker gewebten Eikokons der Art erreichen ungefähr dieselbe Größe wie die adulten Spinnen selbst. - Im direkten Größenvergleich ist die ebenfalls häufig in Häusern vorkommende Hausspinne (*Tegenaria atrica*) deutlich größer als *Steatoda triangulosa*. - Zur chemischen Bekämpfung werden spezifisch Kontaktinsektizide wie Pyrethroide oder das Naturprodukt Pyrethrum genannt, die direkt auf das Nervensystem der Spinne wirken. - Als ähnliche Schädlingsarten werden neben der Hausspinne auch die Große Zitterspinne (*Pholcus phalangioides*) sowie allgemein andere Webspinnen (Araneae) aufgeführt.[1]

Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Name der Art lautet *Steatoda triangulosa*, wobei die Erstbeschreibung auf Walckenaer im Jahr 1802 zurückgeht.[1][2] Im deutschen Sprachgebrauch wird die Spezies als Kugelspinne bezeichnet.[1] Systematisch gehört sie zur Familie der Theridiidae (Kugelspinnen) und innerhalb dieser zur Gattung *Steatoda*, welche auch unter dem Namen Fettspinnen geführt wird. Der taxonomische Status der Art gilt als akzeptiert.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Kugelspinne (*Steatoda triangulosa*) erreicht eine maximale Körpergröße von 6 mm. Der Vorderkörper, welcher als Cephalothorax bezeichnet wird, ist bräunlich-orange gefärbt. Die Laufbeine weisen eine gelbliche Grundfärbung auf. Dabei werden die einzelnen Segmente der Beine jeweils zur Spitze hin dunkler. Der rundliche Hinterleib (Abdomen) von *Steatoda triangulosa* ist fein behaart. Von der braunen Grundfärbung des Abdomens hebt sich eine charakteristische Reihe weiß bis gelblich erscheinender Flecken ab. Die dorsal auf der Mittellinie liegenden Flecken besitzen eine mehr oder weniger dreieckige Form. Die seitlichen Markierungen am Hinterleib sind hingegen eher unregelmäßig geformt. Im Vergleich zu anderen im Haus vorkommenden Arten wie der Hausspinne (*Tegenaria atrica*) ist die Kugelspinne deutlich kleiner. Die Eikokons der Art sind locker gewebt. Diese Kokons erreichen ungefähr dieselbe Größe wie die adulten Spinnen.[6]

Beschreibung

Die Kugelspinne *Steatoda triangulosa* ist eine ursprünglich vermutlich aus Eurasien stammende Art, die mittlerweile eine fast weltweite Verbreitung aufweist.[1] Taxonomisch wird sie der Familie der Kugelspinnen (Theridiidae) zugeordnet, wobei die wissenschaftliche Erstbeschreibung durch Walckenaer im Jahr 1802 erfolgte.[1][7] In den nördlichen Bereichen ihres Vorkommens ist die Art stark an menschliche Behausungen gebunden und wird häufig im Inneren von Häusern angetroffen. Im Gegensatz dazu besiedelt sie in südlichen Regionen ihres Verbreitungsgebietes auch natürliche Habitate und lebt dort unter Steinen oder in altem Mauerwerk. Das charakteristische Fangnetz besteht aus zahllosen, unregelmäßig gespannten Spinnfäden, die mit Klebetröpfchen versehen sind. Diese Konstruktionen finden sich typischerweise in dunklen Ecken von Wohnräumen, beispielsweise unter Heizkörpern. Die Spinne selbst hält sich meist zentral im Netz auf und lauert dort passiv auf potenzielle Beute. Das Beutespektrum umfasst verschiedene Insekten wie Fliegen, Ameisen und Käfer, aber auch andere Spinnenarten. Zur Überwältigung der Beute injiziert *Steatoda triangulosa* ein wirksames Neurotoxin. Morphologisch fällt die Art durch einen bräunlich-orange gefärbten Vorderkörper (Cephalothorax) auf. Die Laufbeine sind gelblich gefärbt, wobei die einzelnen Segmente zur Spitze hin dunkler werden. Der rundliche Hinterleib ist fein behaart und zeigt auf der braunen Grundfärbung eine markante Reihe heller Flecken. Besonders die auf der dorsalen Mittellinie liegenden Flecken weisen eine dreieckige Form auf, während seitliche Markierungen unregelmäßiger erscheinen. Mit einer maximalen Größe von 6 mm ist diese Art deutlich kleiner als die oft im gleichen Lebensraum vorkommende Hausspinne (*Tegenaria atrica*). Die Fortpflanzungsaktivität erstreckt sich vom späten Frühjahr bis in den Herbst. In diesem Zeitraum legen die Weibchen locker gewebte Eikokons an, die ungefähr dieselbe Größe wie die adulten Spinnen erreichen. Aufgrund ihres Verhaltens und ihrer Größe werden die Tiere im häuslichen Umfeld primär als Lästlinge und nicht als gefährliche Schädlinge betrachtet.[1]

Verhalten

Das Verhalten von *Steatoda triangulosa* ist durch ihre Strategie als Lauerjäger geprägt, wobei sie meist mitten in ihrem Netz sitzt und auf Beute wartet. Die Netze werden in dunklen Ecken von Gebäuden, beispielsweise unter Heizkörpern, errichtet und bestehen aus zahllosen, unregelmäßig gespannten sowie klebrigen Spinnfäden. In den südlichen Teilen des Verbreitungsgebietes nutzt die Art auch Lebensräume unter Steinen oder in altem Mauerwerk, während sie in nördlichen Bereichen fast ausschließlich in Häusern anzutreffen ist. Zum Beutespektrum zählen Fliegen, Ameisen, Käfer und andere Spinnenarten, die durch die Injektion eines Neurotoxins getötet werden. Das Fortpflanzungsverhalten lässt sich vom späten Frühjahr bis in den Herbst beobachten, wobei verpaarte Individuen locker gewebte Eikokons produzieren.[3]

Ökologie

Die ursprünglich vermutlich aus Eurasien stammende *Steatoda triangulosa* besiedelt in nördlichen Bereichen ihres Vorkommensgebietes häufig das Innere von Gebäuden. In südlichen Teilen des Verbreitungsgebietes ist die Art hingegen auch im Freiland unter Steinen oder in altem Mauerwerk anzutreffen. Innerhalb von Häusern errichtet die Spinne ihre Netze, die aus zahllosen unregelmäßig gespannten und klebrigen Fäden bestehen, bevorzugt in dunklen Ecken oder unter Heizkörpern. *Steatoda triangulosa* lauert meist mittig im Netz auf Beute, zu der unter anderem Fliegen, Ameisen, Käfer und andere Spinnenarten zählen. Die Beutetiere werden durch die Injektion eines Neurotoxins getötet. Reproduktionsbiologisch lassen sich verpaarte Individuen sowie Eikokons vom späten Frühjahr bis in den Herbst hinein beobachten. In menschlichen Behausungen wird die Art aufgrund ihrer Lebensweise meist lediglich als Lästling eingestuft.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Im häuslichen Umfeld wird *Steatoda triangulosa* primär als Lästling und nicht als gefährlicher Schädling eingestuft. Eine direkte gesundheitliche Gefahr für den Menschen oder Materialschäden gehen von den Tieren in der Regel nicht aus. Zwar töten diese Kugelspinnen ihre Beute – darunter Fliegen, Ameisen, Käfer und andere Spinnen – durch die Injektion eines Neurotoxins, dieses dient jedoch ausschließlich dem Beuteerwerb. Ein Befall zeigt sich meist durch die charakteristischen Netze, die aus zahllosen, unregelmäßig gespannten und klebrigen Spinnfäden bestehen. Diese Gespinste werden bevorzugt in dunklen Ecken von Wohnungen, wie beispielsweise unter Heizkörpern, errichtet. Die Spinne hält sich dabei meist zentral in ihrem Netz auf und lauert auf vorbeikommende Beutetiere. Zur präventiven Vermeidung einer Ansiedlung im Haus ist regelmäßiges Staubwischen eine effektive physikalische Maßnahme. Durch diese hygienische Routinemaßnahme wird verhindert, dass die Kugelspinnen ihre Netze weben und sich dauerhaft etablieren können. Sollte eine chemische Bekämpfung notwendig erscheinen, können Kontaktinsektizide eingesetzt werden. Hierbei finden Wirkstoffe wie Pyrethroide oder das Naturprodukt Pyrethrum Anwendung. Diese Mittel wirken direkt auf das Nervensystem der Spinnen. Für eine erfolgreiche Anwendung müssen die im Netz sitzenden Individuen von *Steatoda triangulosa* direkt besprüht werden.[3]

Wirtschaftliche Bedeutung

Aus der Perspektive der Schädlingsbekämpfung wird *Steatoda triangulosa* in menschlichen Behausungen lediglich als Lästling eingestuft.[3] Es gehen von der Art keine direkten materiellen Schäden an Bausubstanz oder Vorräten aus. Die wirtschaftliche Relevanz beschränkt sich primär auf den hygienischen Aufwand zur Beseitigung der klebrigen, unregelmäßigen Netze, die bevorzugt in dunklen Ecken oder unter Heizkörpern angelegt werden. Eine dauerhafte Ansiedlung in Wohnräumen kann durch regelmäßiges Staubwischen und die damit verbundene Zerstörung der Gespinste verhindert werden. Bei Bedarf erfolgt eine Bekämpfung mittels Kontaktinsektiziden wie Pyrethroiden oder dem Naturprodukt Pyrethrum, die auf das Nervensystem der Spinnen wirken. Im Gegensatz zu Materialschädlingen kann *Steatoda triangulosa* als Nützling fungieren, da sie aktiv andere Arthropoden dezimiert. Ihr Beutespektrum umfasst Fliegen, Ameisen und Käfer, die sie durch die Injektion eines Neurotoxins tötet. Auch andere Spinnenarten fallen ihr zum Opfer, wodurch sie zur Regulation von Insektenpopulationen in Gebäuden beitragen kann.[3]

Biologie & Lebenszyklus

Die adulten Individuen von *Steatoda triangulosa* erreichen eine maximale Körpergröße von 6 mm. Der rundliche Hinterleib ist fein behaart und zeigt auf einer braunen Grundfärbung eine spezifische Zeichnung aus hellen Flecken. In den nördlichen Bereichen ihres Vorkommensgebietes wird die Art vorwiegend in Gebäuden angetroffen. Dort errichtet sie ihre Gespinste in dunklen Ecken, wie beispielsweise unter Heizkörpern. In südlichen Verbreitungsgebieten besiedelt die Kugelspinne hingegen auch Freilandhabitate unter Steinen oder in altem Mauerwerk. Das Fangnetz besteht aus zahllosen, unregelmäßig gespannten Fäden, die eine klebrige Konsistenz aufweisen. Die Spinne hält sich meist in der Mitte des Netzes auf, um auf Beute zu lauern. Zum Nahrungsspektrum zählen unter anderem Fliegen, Ameisen und Käfer. Auch andere Spinnenarten gehören zur Beute von *Steatoda triangulosa*. Die Tötung der Beutetiere erfolgt durch die Injektion eines Neurotoxins. Hinsichtlich der Fortpflanzungsbiologie lassen sich verpaarte Individuen vom späten Frühjahr bis in den Herbst beobachten. In diesem Zeitraum werden auch die Eikokons produziert. Diese Kokons sind locker gewebt und erreichen ungefähr die Größe der adulten Spinnen.[8]

Vorkommen & Lebensraum

Die Kugelspinne *Steatoda triangulosa* stammt vermutlich ursprünglich aus dem eurasischen Raum. Mittlerweile ist die Art fast weltweit verbreitet. Biogeographische Nachweise existieren für Mittel- und Südeuropa, das südliche Russland sowie das gesamte Mittelmeergebiet.[5] Das Verbreitungsareal erstreckt sich zudem über St. Helena und Neuseeland bis nach Nord- und Südamerika. Die Wahl des spezifischen Habitats variiert stark in Abhängigkeit von der geographischen Breite des Vorkommens. In den südlichen Teilen ihres Verbreitungsgebietes lebt *Steatoda triangulosa* primär im Freiland, wo sie unter Steinen oder in altem Mauerwerk zu finden ist. In den nördlichen Bereichen hingegen tritt die Art häufig synanthrop in Häusern auf. Innerhalb von Gebäuden werden die Netze bevorzugt in dunklen Ecken der Wohnungen angelegt. Ein typischer Standort für die Ansiedlung ist beispielsweise der Bereich unter Heizkörpern. Das dort errichtete Netz besteht aus zahllosen, unregelmäßig gespannten Spinnfäden, die klebrig sind. Die Spinne verweilt meist mitten in diesem Gespinst und lauert auf Beute. Aufgrund ihres Auftretens in Wohnräumen werden diese Spinnen in der Schädlingskunde meist als Lästlinge klassifiziert.[5]

Saisonalität & Aktivität

Die reproduktive Aktivität von *Steatoda triangulosa* lässt sich über das Sommerhalbjahr hinweg verfolgen. Verpaarte Individuen sowie die abgelegten Eikokons werden vom späten Frühjahr bis in den Herbst hinein beobachtet. In den nördlichen Teilen des Verbreitungsgebietes konzentriert sich das Vorkommen und somit die Aktivität häufig auf das Innere von Gebäuden, wo die Tiere Netze in dunklen Ecken oder unter Heizkörpern anlegen. In südlicheren Regionen lebt die Art hingegen auch im Freiland unter Steinen oder in altem Mauerwerk.[3] Ergänzend zeigen Daten zum öffentlichen Suchinteresse Spitzenwerte im August sowie im November, was auf eine erhöhte Wahrnehmung oder Begegnungshäufigkeit im Spätsommer und Spätherbst hindeutet.[4]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Leipzig, Elsastr., 04315 Leipzig, Germany

    24.01.2026

  • Michelsberg, 65183 Wiesbaden, Deutschland

    21.01.2026

  • Leipzig, Saxony, Deutschland

    18.01.2026

  • Michelsberg, 65183 Wiesbaden, Deutschland

    17.01.2026

  • Buxheim, 87, Deutschland

    16.01.2026

Daten: iNaturalist

Quellen & Referenzen

  1. Institut für Schädlingskunde, Dr. Martin Felke: Kugelspinne - Steatoda triangulosa
  2. https://www.gbif.org/species/2157242
  3. Dr. Martin Felke, Institut für Schädlingskunde, Kugelspinne - Steatoda triangulosa (Flyer/Webseite)
  4. Aggregierte Suchanfragen-Analyse für 'Kugelspinnen', DE, 2024-2025
  5. Felke, M.: Kugelspinne (Steatoda triangulosa). Institut für Schädlingskunde, Reinheim.
  6. Institut für Schädlingskunde: Kugelspinne (Steatoda triangulosa), Dr. Martin Felke
  7. GBIF Backbone Taxonomy. Species: Steatoda triangulosa (Walckenaer, 1802). https://www.gbif.org/species/2157242
  8. Institut für Schädlingskunde (Dr. Martin Felke): Kugelspinne (Steatoda triangulosa) - Informationsblatt.