Beliebte Suchen
Lexikon-Eintrag
Tegenaria Atrica Tegenaria atrica
Schnellnavigation
Taxonomie
Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung
Webspinnen (Araneae)
Familie
Agelenidae
Gattung
Eratigena
Art
Tegenaria atrica
Wissenschaftlicher Name
Tegenaria atrica C.L.Koch, 1843
Einleitung
Die Hausspinne (*Tegenaria atrica*) ist eine vergleichsweise große Spinnenart, die in ganz Mitteleuropa verbreitet ist und überwiegend in Gebäuden lebt. Dort legt die nachtaktive Spinne hinter Möbeln oder Gerümpel sogenannte Trichternetze an, die in eine Wohnröhre münden. Charakteristisch sind die hellbraune Grundfärbung des mit borstigen Haaren bedeckten Körpers sowie die langen, einfarbig grau-braunen Beine.[1]
Tegenaria Atrica Bilder und Fotos von echten Sichtungen
8 AufnahmenSaisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Fakten (kompakt)
- Das regelmäßige Entfernen von Spinnweben verhindert, dass sich *Tegenaria atrica* dauerhaft in Wohnräumen ansiedelt. - Zur chemischen Bekämpfung können Kontaktinsektizide wie Pyrethrum oder synthetische Pyrethroide eingesetzt werden. - Die Insektizide werden direkt in die Schlupfwinkel der Spinnen gesprüht und führen innerhalb kurzer Zeit zum Tod. - Als ähnliche Schädlingsarten werden die Große Zitterspinne (*Pholcus phalangioides*) und die Kugelspinne (*Steatoda triangulosa*) aufgeführt.[1]
Name & Einordnung
Der wissenschaftliche Name der Art lautet *Tegenaria atrica*, wobei die Erstbeschreibung auf Koch im Jahr 1843 zurückgeht. In aktuellen taxonomischen Systematiken wird *Tegenaria atrica* C.L.Koch, 1843 häufig als Synonym geführt, während der akzeptierte Artname *Eratigena atrica* ist. Die Spezies wird der Familie der Agelenidae zugeordnet, die im Deutschen als Trichterspinnen bezeichnet werden.[2] Diese familiäre Einordnung korrespondiert mit der charakteristischen Netzbauweise, da die Tiere hinter Möbeln oder in Ecken sogenannte Trichternetze anlegen. Der gebräuchliche deutsche Trivialname ist Hausspinne. Zur taxonomischen Abgrenzung werden im Kontext von Schädlingsarten im Haushalt andere Spezies wie die Große Zitterspinne (*Pholcus phalangioides*) oder die Kugelspinne (*Steatoda triangulosa*) unterschieden.[1]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Die Hausspinne (*Tegenaria atrica*) ist eine vergleichsweise große Spinnenart, die taxonomisch von KOCH im Jahr 1843 beschrieben wurde. Ihr Körper zeichnet sich durch eine hellbraune Grundfärbung aus. Ein charakteristisches Merkmal ist die dichte Bedeckung des Körpers mit einer Vielzahl von borstigen Haaren. Die langen Beine der Spinne sind einfarbig grau-braun gefärbt. Bei der frontalen Betrachtung fallen die relativ großen Cheliceren auf. Zur Identifikation der Art kann auch das spezifische Netz herangezogen werden, das die Tiere hinter Möbeln oder Gerümpel anlegen. Es handelt sich um ein sogenanntes Trichternetz, das als etwas unordentlich aussehender Netzteppich erscheint. Dieser Teppich geht am Ende in eine Art Wohnröhre über, in der sich die Spinne die meiste Zeit aufhält. Da *Tegenaria atrica* eine nachtaktive Art ist, verlässt sie ihre Wohnröhre meist erst in der Nacht zur Nahrungssuche. Zu den ähnlichen Schädlingsarten, die ebenfalls in Gebäuden auftreten, zählt die Große Zitterspinne (*Pholcus phalangioides*). Auch die Kugelspinne (*Steatoda triangulosa*) wird als verwechselbare oder im gleichen Habitat vorkommende Art genannt.[1]
Beschreibung
Die als Hausspinne bekannte Art *Tegenaria atrica* wurde wissenschaftlich im Jahr 1843 durch C.L. Koch beschrieben.[1][6] Diese Spezies ist in ganz Mitteleuropa verbreitet und besiedelt überwiegend das Innere von Gebäuden. Es handelt sich um eine vergleichsweise große Spinnenart. Ihr Körper weist eine hellbraune Grundfärbung auf, während die langen Beine einfarbig grau-braun erscheinen. Der gesamte Körper der Spinne ist mit einer Vielzahl von borstigen Haaren bedeckt, was ihr ein charakteristisches Erscheinungsbild verleiht. Bei der Betrachtung von vorne fallen die relativ großen Cheliceren (Kieferklauen) auf. In ihrem Habitat konstruieren Hausspinnen hinter Möbeln oder Gerümpel ein spezifisches Fanggewebe, das als Trichternetz bezeichnet wird. Der sichtbare Teil dieses Netzes bildet einen etwas unordentlich aussehenden Teppich. Dieser Netzteppich mündet am Ende in eine geschützte Wohnröhre, die der Spinne die meiste Zeit über als Aufenthaltsort dient. *Tegenaria atrica* ist eine nachtaktive Art. Sie verlässt ihre schützende Röhre meist erst in der Dunkelheit, um auf Nahrungssuche zu gehen. Hinsichtlich der Lebensdauer können Individuen dieser Art ein Alter von bis zu sechs Jahren erreichen. Das Auftreten in menschlichen Behausungen intensiviert sich oft mit dem Beginn der kalten Jahreszeit, wenn die Tiere aktiv Schutz in Häusern und Wohnungen suchen. Im häuslichen Umfeld wird die Art oft im Kontext mit anderen Spinnen wie der Großen Zitterspinne (*Pholcus phalangioides*) oder der Kugelspinne (*Steatoda triangulosa*) genannt.[1]
Verhalten
Die Lebensweise von *Tegenaria atrica* ist eng an menschliche Behausungen gebunden, wo sie überwiegend in Gebäuden anzutreffen ist. Innerhalb dieser Habitate konstruieren die Spinnen hinter Möbeln oder Gerümpel sogenannte Trichternetze. Diese Gewebe bestehen aus einem etwas unordentlich wirkenden Netzteppich, der am Ende in eine geschützte Wohnröhre mündet. In diesem schlauchförmigen Rückzugsort hält sich die Spinne den größten Teil ihrer Zeit auf. Als nachtaktive Art verlässt *Tegenaria atrica* ihre Wohnröhre erst während der Nachtstunden, um auf Nahrungssuche zu gehen. Ein spezifisches Wanderverhalten lässt sich saisonal beobachten, da die Tiere vor allem mit Beginn der kalten Jahreszeit verstärkt Häuser und Wohnungen aufsuchen. Die Art zeichnet sich zudem durch eine vergleichsweise hohe Lebenserwartung aus und kann ein Alter von bis zu sechs Jahren erreichen.[1]
Ökologie
Tegenaria atrica ist in ganz Mitteleuropa verbreitet und besiedelt überwiegend das Innere von Gebäuden. Innerhalb dieser anthropogenen Lebensräume bevorzugen die Spinnen verborgene Plätze, beispielsweise hinter Möbelstücken oder Ansammlungen von Gerümpel. An diesen geschützten Standorten konstruiert die Art ein sogenanntes Trichternetz. Dieser Netztyp zeichnet sich durch einen etwas unordentlich erscheinenden Netzteppich aus, der an einem Ende in eine Wohnröhre mündet. In diesem tubulären Rückzugsort hält sich die Spinne den größten Teil der Zeit auf. Als nachtaktiver Räuber verlässt *Tegenaria atrica* ihre Wohnröhre erst in der Nacht, um aktiv auf Nahrungssuche zu gehen. Das gezielte Aufsuchen von Häusern und Wohnungen durch die Spinnen findet vor allem mit Beginn der kalten Jahreszeit statt. Die Individuen dieser Art können dabei ein Alter von bis zu sechs Jahren erreichen. Im häuslichen Ökosystem tritt die Art oft parallel zu anderen Spinnen auf, wie etwa der Großen Zitterspinne (*Pholcus phalangioides*), die ebenfalls in fast jedem Haushalt anzutreffen ist.[1]
Bedeutung, Schäden & Prävention
Im Kontext der Schädlingskunde wird *Tegenaria atrica* als relevante Art geführt, wobei die Beeinträchtigung primär durch ihre Anwesenheit und Gespinste in Gebäuden entsteht. Die Spinnen konstruieren hinter Möbeln oder Gerümpel sogenannte Trichternetze, die als unordentlich aussehende Netzteppiche in Erscheinung treten. Diese Gewebe gehen am Ende in eine Wohnröhre über, welche der Spinne als dauerhafter Rückzugsort dient. Da die Art nachtaktiv ist, verlässt sie diesen geschützten Bereich in der Regel erst in der Nacht zur Nahrungssuche. Ein Befall in Innenräumen tritt gehäuft saisonal auf, da die Spinnen vor allem mit Beginn der kalten Jahreszeit aktiv in Häuser und Wohnungen eindringen. Aufgrund der möglichen Lebenserwartung von bis zu sechs Jahren können sich einzelne Exemplare über lange Zeiträume im Gebäude halten. Zur physikalischen Prävention und Bekämpfung hat sich das regelmäßige Entfernen der Spinnweben bewährt. Diese mechanische Maßnahme kann effektiv verhindern, dass sich *Tegenaria atrica* dauerhaft im häuslichen Umfeld ansiedelt. Sollte eine chemische Bekämpfung notwendig sein, können verschiedene Kontaktinsektizide eingesetzt werden. Als Wirkstoffe werden hierbei Pyrethrum oder synthetische Pyrethroide genannt. Die Applikation dieser Insektizide erfolgt durch direktes Sprühen in die Schlupfwinkel der Tiere. Der Kontakt mit den Wirkstoffen führt innerhalb kurzer Zeit zum Tod der Spinnen. Bei der Identifikation und Kontrolle ist zudem auf ähnliche Arten wie die Große Zitterspinne (*Pholcus phalangioides*) oder die Kugelspinne (*Steatoda triangulosa*) zu achten.[1]
Biologie & Lebenszyklus
*Tegenaria atrica* ist eine vergleichsweise große Spinnenart, die sich durch eine hellbraune Grundfärbung des Körpers und lange, einfarbig grau-braune Beine auszeichnet. Der Körper ist mit einer Vielzahl von borstigen Haaren bedeckt, wobei von vorne betrachtet die relativ großen Cheliceren auffallen. Die Art ist in ganz Mitteleuropa verbreitet und lebt überwiegend in Gebäuden, wo sie hinter Möbeln oder Gerümpel sogenannte Trichternetze anlegt. Dieser etwas unordentlich wirkende Netzteppich mündet am Ende in eine Wohnröhre, in der sich die Spinne die meiste Zeit aufhält. Als nachtaktive Art verlässt *Tegenaria atrica* ihren Schlupfwinkel erst in der Nacht zur Nahrungssuche. Die Spinnen können ein Alter von bis zu sechs Jahren erreichen. Ein vermehrtes Auftreten in Häusern und Wohnungen ist vor allem mit Beginn der kalten Jahreszeit zu beobachten, wenn die Tiere diese Schutzräume aufsuchen.[1]
Vorkommen & Lebensraum
Das Verbreitungsgebiet von *Tegenaria atrica* erstreckt sich über ganz Mitteleuropa. Primär lebt diese Spinnenart überwiegend in Gebäuden. Innerhalb dieser anthropogenen Lebensräume wählen die Tiere geschützte Standorte, beispielsweise hinter Möbeln oder Ansammlungen von Gerümpel. An diesen Stellen weben die Hausspinnen ein sogenanntes Trichternetz. Die Struktur des Netzes besteht aus einem unordentlich erscheinenden Netzteppich, der am Ende in eine Wohnröhre mündet. In dieser Röhre verbringt die Spinne die meiste Zeit ihres Lebens. Als nachtaktiver Räuber verlässt *Tegenaria atrica* diesen geschützten Bereich erst in der Nacht, um auf Nahrungssuche zu gehen. Ein verstärktes Aufsuchen von Häusern und Wohnungen findet vor allem mit dem Beginn der kalten Jahreszeit statt.[4] Wenn die Spinnen geeignete Schlupfwinkel finden, können sie sich dauerhaft im Haus ansiedeln. Das regelmäßige Entfernen der Spinnweben kann eine solche dauerhafte Etablierung verhindern. In denselben Habitaten sind häufig auch andere synanthrope Arten wie die Große Zitterspinne (*Pholcus phalangioides*) anzutreffen.[5]
Saisonalität & Aktivität
Die Große Winkelspinne (*Tegenaria atrica*) ist eine primär nachtaktive Art, die ihre Wohnröhre meist erst nach Einbruch der Dunkelheit zur Nahrungssuche verlässt. Tagsüber verbirgt sich die Spinne überwiegend in ihrem trichterförmigen Netz, welches häufig hinter Möbeln oder Gerümpel angelegt wird. Da einzelne Exemplare bis zu sechs Jahre alt werden können, ist ein mehrjähriges Überleben der Population möglich. Ein spezifisches saisonales Wanderverhalten lässt sich besonders zum Start der kühleren Jahreszeit beobachten. In dieser Phase suchen die Tiere vermehrt Schutz im Inneren von Häusern und Wohnungen.[1] Dieses Auftreten spiegelt sich auch in der öffentlichen Wahrnehmung wider, wobei das Suchinteresse an der Art in den Monaten August und September signifikant ansteigt. Im Vergleich dazu fallen die Suchanfragen in den Monaten Januar und März auf ein Minimum ab.[3] Da *Tegenaria atrica* in Mitteleuropa überwiegend in Gebäuden lebt, kann sie sich dort bei ausbleibender Entfernung der Netze dauerhaft ansiedeln.[1]
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Quellen & Referenzen
- Institut für Schädlingskunde: Hausspinne - Tegenaria atrica. Dr. Martin Felke, Reinheim.
- https://www.gbif.org/species/2140000
- Aggregierte Suchinteresse-Zeitreihe für Tegenaria Atrica (DE), 2026.
- Dr. Felke - Institut für Schädlingskunde, Hausspinne (Tegenaria atrica) - Vorkommen und Lebensweise
- Dr. Felke - Institut für Schädlingskunde, Hausspinne (Tegenaria atrica) - Bekämpfung und Ähnliche Schädlingsarten
- GBIF Backbone Taxonomy. Tegenaria atrica C.L.Koch, 1843. https://www.gbif.org/species/2140000