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Lexikon-Eintrag

Spinnmilben Tetranychidae

Spinnmilben

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung Laufmilben (Trombidiformes)
Familie Tetranychidae
Art Tetranychidae
Wissenschaftlicher Name Tetranychidae
Akzeptierter Name

Einleitung

Die Spinnmilben (*Tetranychidae*) sind eine Familie innerhalb der Milben (Acari) mit etwa 1.200 Arten. Sie gehören zur Unterordnung Prostigmata innerhalb der Ordnung Trombidiformes. Einige Spinnmilbenarten sind Schädlinge von wirtschaftlicher Bedeutung.[1]

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Zuletzt am 11.06.2026
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Fakten (kompakt)

- Die *Bryobia rubrioculus* ist die größte Milbe, die sich von Mandelblättern ernährt [PDF: spinnmilben-scientific b7e7a52d-954b-4826-b0f0-9c2e96fd3f2d]. - Erwachsene *Bryobia rubrioculus* sind stumpf rötlich-braun mit dunkelorangen Markierungen [PDF: spinnmilben-scientific b7e7a52d-954b-4826-b0f0-9c2e96fd3f2d]. - Der Körper der *Bryobia rubrioculus* ist flach mit langen Beinen [PDF: spinnmilben-scientific b7e7a52d-954b-4826-b0f0-9c2e96fd3f2d]. - Die Familie *Tetranychidae* umfasst die Unterfamilien *Bryobinae* und *Tetranychinae* [Taxonomie-Daten (Struktur/Übersetzungen)]. - Die Unterfamilie *Bryobinae* beinhaltet die Tribus *Bryobini* und *Hystrichonychini* [Taxonomie-Daten (Struktur/Übersetzungen)]. - Die Tribus *Bryobini* beinhaltet die Gattungen *Bryobia*, *Bryobiella*, *Eremobryobia*, *Hemibryobia*, *Marainobia*, *Mezranobia*, *Neoschizonobiella*, *Pseudobryobia*, *Sinobryobia*, *Strunkobia* und *Toronobia* [Taxonomie-Daten (Struktur/Übersetzungen)]. - Die Tribus *Hystrichonychini* beinhaltet die Gattungen *Afronobia*, *Aplonobia*, *Beerella*, *Bryocopsis*, *Dolichonobia*, *Hystrichonychus* und *Magdalena* [Taxonomie-Daten (Struktur/Übersetzungen)]. - Die Unterfamilie *Tetranychinae* beinhaltet die Tribus *Eurytetranychini*, *Tenuipalpoidini* und *Tetranychini* [Taxonomie-Daten (Struktur/Übersetzungen)]. - Die Gattung *Tetranychus* beinhaltet die Gemeine Spinnmilbe (*Tetranychus urticae*) und die Weißdornspinnmilbe (*Tetranychus viennensis*) [Taxonomie-Daten (Struktur/Übersetzungen)].

Name & Einordnung

Die Spinnmilben, *Tetranychidae*, bilden eine Familie innerhalb der Ordnung Trombidiformes [Taxonomie-Daten (Struktur/Übersetzungen)]. Der wissenschaftliche Name der Familie wurde von Donnadieu im Jahr 1876 festgelegt [Taxonomie-Daten (Struktur/Übersetzungen)]. Im Deutschen sind sie als Spinnmilben bekannt [Taxonomie-Daten (Struktur/Übersetzungen)].

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Spinnmilben haben eine mehr oder weniger birnenförmige Gestalt und erreichen eine Körperlänge von 0,25 bis 0,8 mm. Sie sind gelblich, grünlich, orange oder rot gefärbt. Das vierte Glied des Pedipalpus trägt einen klauenartigen Anhang. Auf dem Idiosoma finden sich höchstens 16 Haarpaare.[5] Die Larven sind mit drei Beinpaaren ausgestattet, die Nymphen und die sich nach zwei, gelegentlich drei Stadien entwickelnden Imagines haben hingegen vier Beinpaare.[4] Die im Deutschen namengebende Fähigkeit, einen Spinnfaden zu erzeugen, findet sich nur in der Unterfamilie der *Tetranychinae*. Dort wird der Spinnfaden durch eine große, einzellige Drüse an der Pedipalpenspitze vermittelt, deren Sekret mit einer hohlen Borste an jedem der Pedipalpen zu einem Doppelfaden versponnen wird.[5]

Beschreibung

Die Spinnmilben (*Tetranychidae*) sind eine Familie innerhalb der Milben (Acari). Sie sind bekannt dafür, Pflanzen zu befallen und Schäden zu verursachen, indem sie sich von Pflanzensaft ernähren. Spinnmilben leben typischerweise an der Unterseite von Pflanzenblättern, wo sie feine Netze spinnen, die ihnen Schutz bieten. Diese Netze sind ein charakteristisches Merkmal ihres Vorhandenseins und können bei der Identifizierung helfen.[4] Die Fähigkeit, einen Spinnfaden zu erzeugen, findet sich nur in der Unterfamilie der *Tetranychinae*.[5] Die *Tetranychidae* punktieren die Epidermiszellen der Blätter zur Nahrungsaufnahme, was die Pflanzen schädigen kann. Die Familie umfasst etwa 1.200 Arten. Die Larven haben drei Beinpaare, während Nymphen und Imagines vier Beinpaare haben.[4] Die im Deutschen namengebende Fähigkeit, einen Spinnfaden zu erzeugen, findet sich nur in der Unterfamilie der *Tetranychinae* und wird dort durch eine große, einzellige Drüse an der Pedipalpenspitze vermittelt, deren Sekret mit einer hohlen Borste an jedem der Pedipalpen zu einem Doppelfaden versponnen wird.[5]

Verhalten

Die Aktivität der *Bryobia rubrioculus* kann beginnen, sobald der Mandelbaum blüht und die Nymphen aus den überwinternden Eiern schlüpfen. Mit fortschreitendem Sommer führt die erhöhte Temperatur dazu, dass die Fressaktivitäten der Nymphen und Adulten aufhören und die Eier in eine Diapause gezwungen werden. Eine hohe Populationsdichte kann jedoch für einen relativ kurzen Zeitraum das Chlorophyll in neuen Trieben aufbrauchen und schwere Schäden an Wachstum und Entwicklung verursachen.[1] Die jahreszeitliche Aktivität von *B. rubrioculus* zeigt eine höhere Aktivität und Häufigkeit im Frühjahr während des Trieb- und Blattaustriebs, gefolgt von Populationsrückgängen im Sommer, wenn heiße und trockene Bedingungen vorherrschen.[1] Die Bewegungsintensität von *B. rubrioculus* innerhalb von Bäumen zur Nahrungsaufnahme oder zum Schutz kann je nach Standort variieren, findet aber hauptsächlich zwischen Blättern und Zweigen statt.[1]

Ökologie

*Bryobia rubrioculus* überwintert als Ei auf Zweigen, meist an der Verbindung von Holz aus zwei Saisons. Die Eier schlüpfen um die Blütezeit, wonach sich die Nymphen zu Blättern und Zweigen ausbreiten, um sich zu ernähren. Die Aktivität und der Schaden durch die Nahrungsaufnahme sind am bedeutendsten vom Frühjahr bis zum Frühsommer im nördlichen Central Valley von Kalifornien. Die Population der frühen Saison von *Bryobia rubrioculus* stammt von Zweigen, da diese Art als Eier in Rindenspalten, an der Basis von Knospen und Spornen überwintert. Das Schlüpfen der Eier ist eng mit dem Aufbrechen von Blatt- und Blütenknospen synchronisiert, wodurch zarte, sich entwickelnde Gewebe zu den bevorzugten anfänglichen Nahrungsquellen im Frühjahr werden. Die Ergebnisse einer Studie spiegelten einen ähnlichen Trend wider, wobei die Milbenhäufigkeit von Februar bis Mai ihren Höhepunkt erreichte und von Juni bis Juli zurückging.[1] Die Bewegungsintensität von *B. rubrioculus* innerhalb von Bäumen zur Nahrungsaufnahme oder zum Schutz kann je nach Standort variieren, erfolgt aber hauptsächlich zwischen Blättern und Zweigen.[1] Im Gegensatz zu netzbildenden Spinnmilben wie *Tetranychus urticae* und *T. pacificus*, die unter heißen und trockenen Bedingungen gedeihen, erreichen *B. rubrioculus*-Populationen in Mandel- und anderen Baumwirten tendenziell in Jahren mit feuchten Wintern und relativ kühlen Frühlingen schädliche Werte. Die saisonalen Trends zeigten, dass die Häufigkeit der adulten Tiere früh in der Saison ihren Höhepunkt erreichte (März–Mai) und während der Sommermonate (Juni–Juli) stetig abnahm.[1] Dieses Muster spiegelt die typische Biologie von *B. rubrioculus* wider, die im Frühjahr während des Spross- und Blattaustriebs eine höhere Aktivität und Häufigkeit aufweist, gefolgt von Populationsrückgängen im Sommer, da heiße und trockene Bedingungen vorherrschen.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Spinnmilben (*Tetranychidae*) gelten als Schädlinge in der Landwirtschaft und können erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen. Sie befallen eine Vielzahl von Pflanzen, darunter Nutzpflanzen wie Mandeln. Der Befall kann zu Blattverlust, verminderter Photosynthese und letztendlich zu Ernteverlusten führen. Zur Überwachung von Spinnmilbenpopulationen in Mandelhainen hat sich die Untersuchung von Triebspitzen als effektivste Methode erwiesen. Dabei werden Triebspitzen entnommen und auf Spinnmilben untersucht. Andere Methoden wie die Verwendung von Klebebändern an Baumstämmen sind weniger zuverlässig. Umwelttemperaturen zwischen 21,1 °C und 29,4 °C sind günstig für die Aktivität und Vermehrung von *Bryobia rubrioculus*, einer Spinnmilbenart, die Mandeln befällt. Sie meiden jedoch unbeschattete Blätter, insbesondere wenn die Temperatur den oberen Bereich erreicht.[1] In Kalifornien können bis zu drei Generationen von *B. rubrioculus* pro Jahr auftreten. Steigende Temperaturen über den oberen Schwellenwerten hinaus führen dazu, dass die Fraßaktivitäten eingestellt werden und Sommereier in die Diapause übergehen. Frühzeitige Erkennung und Populationsschätzung sind entscheidend für das Management von Spinnmilben in Mandelhainen.[1]

Wirtschaftliche Bedeutung

Einige Spinnmilbenarten sind Schädlinge von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Sie können Pflanzen schädigen, indem sie die Epidermiszellen der Blätter punktieren, um sich von Pflanzensaft zu ernähren. Die Rote Spinne (*Panonychus ulmi*) ist ein bekanntes Beispiel für eine wirtschaftlich bedeutende Spinnmilbenart. Auch die Gemeine Spinnmilbe (*Tetranychus urticae*) und die Lindenspinnmilbe (*Eotetranychus tiliarum*) können erhebliche Schäden verursachen.[4] Die *Bryobia rubrioculus* ist ein zunehmendes Problem in kalifornischen Mandelbaumplantagen und kann erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen. Ein hoher Befall kann eine erhebliche Menge an Chlorophyll aus den Blättern entfernen und wahrscheinlich den Photosyntheseprozess beeinträchtigen, was zu Blattfall führt und letztendlich die Ernteerträge beeinflusst.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Spinnmilben (*Tetranychidae*) leben im Allgemeinen an der Unterseite von Pflanzenblättern, wo sie feine Netze zu ihrem Schutz spinnen und sich von Pflanzensaft ernähren. Da sie zur Nahrungsaufnahme die Epidermiszellen der Blätter punktieren, können sie die Pflanze schädigen. Larven sind mit drei Beinpaaren ausgestattet, während Nymphen und sich nach zwei, gelegentlich drei Stadien entwickelnden Imagines vier Beinpaare haben.[4] Die Fähigkeit, einen Spinnfaden zu erzeugen, findet sich nur in der Unterfamilie der *Tetranychinae*. Dort wird sie durch eine große, einzellige Drüse an der Pedipalpenspitze vermittelt, deren Sekret mit einer hohlen Borste an jedem der Pedipalpen zu einem Doppelfaden versponnen wird.[5]

Vorkommen & Lebensraum

Die *Tetranychidae*, im Deutschen als Spinnmilben bekannt, sind weltweit verbreitet und kommen in verschiedenen Klimazonen vor. Sie bewohnen eine Vielzahl von Lebensräumen, von gemäßigten bis hin zu tropischen Regionen.[3] Spinnmilben leben typischerweise an der Unterseite von Pflanzenblättern, wo sie Netze zum Schutz spinnen und sich von Pflanzensaft ernähren. Einige Arten haben sich an bestimmte Wirtspflanzen angepasst, während andere eine breitere Palette von Pflanzen befallen. In Europa sind verschiedene Arten von Spinnmilben zu finden, darunter auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz.[1] Beobachtungsdaten zeigen, dass Spinnmilben in vielen Regionen Europas vorkommen. Einige Arten der *Tetranychidae* haben sich als Schädlinge in landwirtschaftlichenSystemen etabliert. Die saisonale Aktivität von Spinnmilben kann je nach Art und Region variieren, wobei einige Arten im Frühjahr und Sommer aktiver sind, während andere das ganze Jahr über vorkommen.[3] Die Ausbreitung von Spinnmilben kann durch den Transport von befallenen Pflanzenmaterialien erfolgen.[1]

Saisonalität & Aktivität

Die saisonale Aktivität von *Bryobia rubrioculus* kann beginnen, sobald der Mandelbaum blüht und die Nymphen aus den überwinternden Eiern schlüpfen. Mit fortschreitendem Sommer führt die erhöhte Temperatur dazu, dass die Fressaktivitäten von Nymphen und Adulten aufhören und die Eier in eine Diapause zwingt. Hohe Populationsdichten können jedoch für einen relativ kurzen Zeitraum das Chlorophyll in neuen Trieben aufbrauchen und schwere Schäden an Wachstum und Entwicklung verursachen. Die Fressaktivität und Schädigung sind am stärksten vom Frühjahr bis zum Frühsommer im nördlichen Central Valley von Kalifornien. Die frühe Saisonpopulation von *Bryobia rubrioculus* stammt von Zweigen, da diese Art als Eier in Rindenspalten, an der Basis von Knospen und Spornen, überwintert. Der Eischlupf ist eng mit dem Aufbrechen der Blatt- und Blütenknospen synchronisiert, wodurch zarte, sich entwickelnde Gewebe zu den bevorzugten anfänglichen Futterplätzen im Frühjahr werden. Die Ergebnisse einer Studie spiegelten einen ähnlichen Trend wider, wobei die Milbenhäufigkeit von Februar bis Mai ihren Höhepunkt erreichte und bis Juni/Juli abnahm.[1] Die Bewegungsintensität von *B. rubrioculus* innerhalb von Bäumen zur Nahrungsaufnahme oder zum Schutz kann je nach Standort variieren, findet aber hauptsächlich zwischen Blättern und Zweigen statt.[1] Im Gegensatz zu netzspinnenden Spinnmilben wie *Tetranychus urticae* Koch und *T. pacificus* McGregor, die unter heißen und trockenen Bedingungen gedeihen, neigen *B. rubrioculus*-Populationen in Mandel- und anderen Baumwirten dazu, in Jahren mit feuchten Wintern und relativ kühlen Frühlingen schädliche Werte zu erreichen. Die saisonalen Trends zeigten, dass die Häufigkeit der Adulten früh in der Saison (März–Mai) ihren Höhepunkt erreichte und während der Sommermonate (Juni–Juli) stetig abnahm.[1] Die durchschnittlichen monatlichen Höchsttemperaturen von Modesto, CA, zeigen, dass Juni bis August die wärmsten Monate des Jahres sind, was mit der minimalen *B. rubrioculus*-Aktivität in der Studie übereinstimmt. Die Durchschnittstemperatur blieb bis Mai unter 20 °C, stieg aber im Juni auf etwa 25 °C an, was den beobachteten saisonalen Rückgang der Milbenhäufigkeit unterstützt.[1] Das Suchinteresse an Spinnmilben in Deutschland erreicht seinen Höhepunkt in den Monaten Juni und Juli, während es in den Monaten Dezember und Januar am geringsten ist.

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Deutschland

    17.01.2026

  • Deutschland

    14.12.2025

  • Deutschland

    09.12.2025

  • Florstadt, Hessen, Deutschland

    07.12.2025

  • Bochum stand, 116 motadi Bochum, Deutschland

    13.11.2025

Daten: iNaturalist

Quellen & Referenzen

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Spinnmilben
  2. https://www.gbif.org/species/6057
  3. Hans R. Bolland, Jean Gutierrez, Carlos H. W. Flechtmann: World Catalogue of the Spider Mite Family (Acari: Tetranychidae). Brill, Leiden u. a. 1998, ISBN 90-04-11087-9
  4. Horst Börner: Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschutz. 8., neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. Springer, Berlin u. a. 2009, ISBN 978-3-540-49067-8, S. 181-184.
  5. Alfred Kaestner (Begründer): Lehrbuch der speziellen Zoologie. Band 1: Hans-Eckhard Gruner (Hrsg.): Wirbellose Tiere. Teil 4: Hans-Eckhard-Gruner, Manfred Moritz, Wolfram Dunger: Arthropoda (ohne Insecta). 4., völlig neu bearbeitete und stark erweiterte Auflage. Gustav Fischer, Stuttgart 1993, ISBN 3-334-60404-7, S. 374-375.
  6. PDF: spinnmilben-scientific b7e7a52d-954b-4826-b0f0-9c2e96fd3f2d
  7. Taxonomie-Daten (Struktur/Übersetzungen)