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Lexikon-Eintrag

Schwarzzügelibis Theristicus melanopis

Schwarzzügelibis

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Chordatiere (Chordata)
Klasse Vögel (Aves)
Ordnung Pelecaniformes (Pelecaniformes)
Familie Threskiornithidae
Gattung Theristicus
Art Theristicus melanopis
Wissenschaftlicher Name Theristicus melanopis (Gmelin, 1789)
Akzeptierter Name

Einleitung

Der Schwarzzügelibis (*Theristicus melanopis*), auch Brillenibis genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Ibisse und Löffler (Threskiornithidae). Er kommt in Südamerika vor.[1]

Fakten (kompakt)

- Der Schwarzzügelibis wird in Chile als „beneficiell für die Landwirtschaft“ eingestuft, was bedeutet, dass er als nützlich für die Landwirtschaft angesehen wird[1,2]. - Die Art ist in Chile je nach Region unterschiedlich geschützt: Im Norden Chiles ist sie als „endangered“ (stark gefährdet) eingestuft, im zentralen und südlichen Chile als „vulnerable“ (gefährdet) und im australen Chile als „least concern“ (nicht gefährdet)[1,2]. - Die Hämatologie des Schwarzzügelibis ist ähnlich der anderer Storcharten, wie dem Nördlichen Kahlkopfibis (*Geronticus eremita*), dem Andenibis (*Plegadis ridgewayi*) und Weiß- und Schwarzstörchen (*Ciconia ciconia* und *Ciconia nigra*). - Die Ergebnisse einer Studie an in Gefangenschaft gehaltenen Schwarzzügelibissen in Chile zeigten höhere Werte für weiße Blutkörperchen (WBC), Heterophile, Monozyten und das Heterophil-Lymphozyten-Verhältnis (H/L) im Vergleich zu anderen Arten. - Im Vergleich zu anderen Ibisarten wurden bei den untersuchten Schwarzzügelibissen höhere Werte für Albumin, Blut-Harnstoff-Stickstoff (BUN) und Kreatinphosphokinase (CPK) festgestellt. - Die Ergebnisse einer Studie an Schwarzzügelibissen zeigten keine signifikanten Unterschiede in den hämatologischen oder biochemischen Variablen zwischen den Geschlechtern. - Es wurden keine statistisch signifikanten Unterschiede in den hämatologischen oder biochemischen Variablen in Bezug auf den Probenahmeort festgestellt.[4]

Name & Einordnung

Der Schwarzzügelibis wird wissenschaftlich als *Theristicus melanopis* bezeichnet und wurde von Johann Friedrich Gmelin im Jahr 1789 erstbeschrieben. Der Artname ist *Theristicus melanopis* (Gmelin, 1789). Im Deutschen ist die Art auch unter dem Namen Brillenibis bekannt.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Der Schwarzzügelibis (*Theristicus melanopis*) erreicht eine Körperlänge von 71 bis 76 Zentimetern (Schnabelspitze bis Ende Schwanzfedern). Kopf, Hals und Brust sind braun, die Flügel grau, Bauch und Schwanz schwarz. Der nach unten gekrümmte Schnabel ist dunkelgrau. Das Auge ist umrahmt von einem schwarzen Gesichtsfeld. Auch an der Kehle, direkt unter dem Schnabel, ist ein schwarzes Feld sichtbar. Zusammen bilden sie den namensgebenden „Zügel“. Die kräftigen Beine sind dunkelrot. Das auffälligste Unterscheidungsmerkmal zum ansonsten ähnlichen Weißhalsibis ist das Fehlen der Weißfärbung am Flügel. Im Gegensatz zu vielen anderen Ibissen hat er keine langen Schopffedern. Es gibt keinen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus.[3]

Beschreibung

Der Schwarzzügelibis (*Theristicus melanopis*) ist eine Vogelart aus der Familie der Ibisse und Löffler (Threskiornithidae). Er wird auch als Brillenibis bezeichnet. Die Art ist in Südamerika beheimatet. Der Schwarzzügelibis ist relativ häufig im südlichen Chile und Argentinien, kommt aber auch seltener in Nordchile, Ecuador, Bolivien und Peru vor.[1] Die aktuelle Gesetzgebung in Chile stuft *T. melanopis* als nützlich für die Landwirtschaft ein. Nördlich ist die Art als gefährdet eingestuft, im Zentrum und Süden als gefährdet und in der australischen Region als ungefährdet. Der Schwarzzügelibis bewohnt verschiedene Landschaften wie trockenes Grasland, sumpfige Täler, Flussufer oder landwirtschaftliche Felder. Seine Ernährung besteht aus Insekten, Ringelwürmern und Amphibien. Die Art ist in der Roten Liste der International Union for Conservation of Nature (IUCN) als "nicht gefährdet" eingestuft. Die Art erreicht eine Körperlänge von 71 bis 76 Zentimetern. Kopf, Hals und Brust sind braun, die Flügel grau, Bauch und Schwanz schwarz. Der nach unten gekrümmte Schnabel ist dunkelgrau, das Auge ist umrahmt von einem schwarzen Gesichtsfeld. Auch an der Kehle, direkt unter dem Schnabel ist ein schwarzes Feld sichtbar. Zusammen bilden sie den namensgebenden „Zügel“. Die kräftigen Beine sind dunkelrot. Das auffälligste Unterscheidungsmerkmal zum ansonsten ähnlichen Weißhalsibis ist das Fehlen der Weißfärbung am Flügel. Im Gegensatz zu vielen anderen Ibissen hat er keine langen Schopffedern. Es gibt keinen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus.[1]

Verhalten

Es liegen keine Informationen über das Verhalten von *Theristicus melanopis* in den gegebenen Quellen vor.

Ökologie

Der Schwarzzügelibis (*Theristicus melanopis*) bevorzugt offenes Grasland, Weiden, Felder und offene Wälder als Lebensraum. Er ist aber auch in Feuchtgebieten sowie an Tümpeln und Flüssen anzutreffen. Die Nahrung des Schwarzzügelibis besteht aus Insekten und deren Larven, Würmern, Schnecken und deren Eiern, seltener auch kleinen Amphibien und Säugetieren.[3]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Es liegen keine Informationen vor, die die Erstellung eines Abschnitts über die Bedeutung, Schäden und Prävention im Zusammenhang mit *Theristicus melanopis* ermöglichen. Daher kann kein Abschnitt über die Bedeutung und das Management erstellt werden.

Wirtschaftliche Bedeutung

Der Schwarzzügelibis (*Theristicus melanopis*) wird in Chile als nützlich für die Landwirtschaft eingestuft.[5]

Biologie & Lebenszyklus

Der Schwarzzügelibis (*Theristicus melanopis*) brütet meistens in Kolonien von 10 bis 50 Paaren. Oft brütet er auch gemeinsam mit anderen Vögeln wie Kormoranen der Gattung *Phalacrocorax* oder Nachtreihern (*Nycticorax nycticorax*). Die Nester werden häufig auf Felsen und Klippen, manchmal aber auch in Schilfbeständen gebaut. Als Nestbaumaterial werden Zweige verwendet, zur Auspolsterung Gras und Blätter. Im südlichen Chile besteht das Gelege aus zwei bis drei Eiern, die in ungefähr 29 Tagen ausgebrütet werden. Vom Schlupf dauert es im Schnitt 37 Tage bis die Jungtiere flügge sind. Beide Elterntiere teilen sich die Brut und die Versorgung der Jungtiere. Eier werden an der Küste Perus zwischen September und März gelegt, während im Süden von Chile und auf Tierra del Fuego die Eiablage zwischen September und Dezember stattfindet. Die Nahrung des Schwarzzügelibis besteht aus Insekten und deren Larven, Würmern, Schnecken und deren Eiern, seltener auch kleinen Amphibien und Säugetieren.[3]

Vorkommen & Lebensraum

Der Schwarzzügelibis (*Theristicus melanopis*) ist ein südamerikanischer Vogel, der in verschiedenen Landschaften vorkommt. Er bewohnt offenes Grasland, Weiden, Felder und lichte Wälder. Man findet ihn auch in Feuchtgebieten, an Tümpeln und Flüssen.[3] Das natürliche Verbreitungsgebiet des Schwarzzügelibis umfasst Teile von Peru und Argentinien[1,2]. Er ist recht häufig im südlichen Chile und Argentinien, aber seltener im nördlichen Chile, Ecuador, Bolivien und Peru anzutreffen.[3] Die Art ist in Chile als für die Landwirtschaft nützlich eingestuft, wird aber im Norden als gefährdet, im Zentrum und Süden als anfällig und im südlichen Teil des Landes als nicht gefährdet angesehen. Die territoriale Abdeckung der Art erstreckt sich von 29°54′16.31" S bis 35°50′48.01" S, was die nördlichen, zentralen und südzentralen Zonen von Chile repräsentiert, wo der Großteil der menschlichen Bevölkerung lebt und Interaktionen mit Vögeln stattfinden können.[4] Der Schwarzzügelibis kann in unterschiedlichen Höhenlagen vorkommen.[3]

Saisonalität & Aktivität

Informationen zur Saisonalität und Aktivität des Schwarzzügelibis (*Theristicus melanopis*) sind in den vorliegenden wissenschaftlichen Quellen nicht explizit aufgeführt. Allerdings zeigen die Daten zum Suchinteresse, dass das öffentliche Interesse an dieser Vogelart in Deutschland tendenziell in den Monaten März und Oktober am höchsten ist, während es in den Monaten Januar und Februar am geringsten ist.[2] Diese Spitzen könnten mit Beobachtungszeiten oder spezifischen Verhaltensweisen der Vögel in diesen Monaten zusammenhängen, jedoch sind weitere wissenschaftliche Untersuchungen erforderlich, um diese Muster zu bestätigen und zu erklären.

Quellen & Referenzen

  1. https://www.gbif.org/species/2480786
  2. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzz%C3%BCgelibis
  4. https://www.mdpi.com/2076-2615/10/12/2227
  5. SAG. Servicio Agricola y Ganadero Ley de Caza; SAG: Santiago, Chile, 2015; 112р.